Sonntag, Oktober 12, 2008

Ost West Verständigung

Usedom war nicht nur ein Erholungsurlaub, nein, es war auch ein Bildungsurlaub. Wir haben viel gestaunt und gelernt in den 7 Tagen im Osten.

Zum Beispiel wissen wir nun, dass "Remoulade" im Osten das ist, was bei uns umgangssprachlich "Sosse nach Hausfrauen Art" genannt wird. Ihr wisst schon, Matjes nach Hausfrauen Art - Jogurth mit Äpfeln, Zwiebeln etc.

Des Weiteren haben wir gelernt, dass Pilze "Rudeltiere" sind - sprich, wo ein Pilz ist, ist der nächste nicht weit. Und als sei das nicht genug, wissen wir jetzt auch, auch Bernstein ist ein "Rudeltier".

Noch weiter östlich, Polen nämlich, ist jedes Fleisch ein Kotlett - bei uns wären die Teile Schuhsohlen oder Pressfleisch.

Ein Satz oder viel mehr eine Frage hat sich uns besonders eingeprägt - Emily, das Nachbarskind, fragte uns eines Abends "Warum seid ihr nur Frauen?" - Tja was soll man darauf nun antworten? Es dauerte auch eine Weile, bis wir begriffen haben, was die Kleine tatsächlich meinte - Eigentlich wollte sie gar nicht wissen, warum wir keine Jungs geworden sind, nein, sie wollte wissen, wo unsere Männer sind und warum wir ohne diese Urlaub machen. Ja ja da komm mal einer drauf.

So genug zu und über Usedom - kommen wir nun zu etwas völlig anderem.

Samstag, Oktober 11, 2008

Alles hat einmal ein Ende

Man glaubt es kaum, unser letzter Tag ist angebrochen! Als Abschlussveranstaltung stand ein weiterer Besuch von Polen auf der Tagesordnung. Wer weiss schon, wie lange Flavia das Land ihrer Vorfahren nicht mehr sehen wird? Wie alle Angehörigen der slawischen Völker neigt auch sie zu melancholischen Anwandlungen und singt plötzlich in Sprachen, die sie nie gesprochen hat, von der alten Heimat - ok anderes Thema.

Swinemünde war, wie bereits erwähnt, keinen zweiten Besuch wert - der Markt direkt nach der Grenze allerdings schon. Tiefenentspannt mit Raffzahnblick schlenderten wir über den Markt und hielten Ausschau nach Dingen, die keiner braucht, wir aber als Mitbringsel gerne haben möchten.

Und was sehen unsere entzückten Augen? Eine Art Schalmütze aus Fliess und Fell (jaja liebe PETA Angehänger, Kunstpelz, ist doch Ehrensache). Sehr mondän, sehr schick, total überflüssig und mit 12 Euro zu teuer.

Dieses Rot ist Bines Farbe für den Winter - dezent aggressiv, strahlend etxravagant und rätselhaft geheimnisvoll - wie Bine selbst. St. Moritz, bist du bereit für Bine??!!! Sag einfach nichts!




Ganz ganz ganz eingeweihte und Flavia sehr nahe stehende Menschen wissen, dass Flavia bereits zu Internatszeiten ihre Mutter am liebsten zur Adoption frei gegeben hätte, wenn sie ihr Postkarten schrieb und die Anrede lautete "Mein liebe Muschilein" - und so ist es nicht verwunderlich, dass Flavia sich noch heute traumatisiert (Mama sagt immer noch Muschi zu ihr) zu einer Fellmütze mit Katzenohren griff. Uuuuuaaaaaahhhhhh zeig deine Krallen Kätzchen!

St. Moritz - die kommt auch mit!






Shoppen mach hungrig, wie man Bine unschwer ansehen kann. Die Gute träumt schliesslich schon seit Tagen von einem Schaschlik auf dem Polenmarkt.





Na erkennt ihr, was das ist? NIcht? Gut, wir waren auch nicht sicher, aber es ist ein Schaschlik a la Polski. Nicht mit ordinärem Schweinefleisch, Zwiebeln un Paprika in mundgerechter Grösse, sondern aus Kassler, Speckscheiben und Zwiebeln - und neben an ein Klecks Ketchup. Über die Ausmaße dieses Fleischteils möchten wir uns nicht näher auslassen, dass wäre schon wieder irgendwie schweinisch.




Auch ein letzter Besuch am Strand musste sein. Schnell noch einen Strandkorb für eine Stunde mieten, um unseren Gesichtern den letzten Frischekick zu verleihen.




Kurfristig musste Flavia etwas massiver, um nicht zu sagen aggressiver auftreten, als ein blöder bayerischer Sack mit einer Tüte nach Dino geschlagen hat. Da ist wirklich Schluss mit lustig und damenhafter Zurückhaltung bei ihr. Dem Stoiber für Arme sitzt wohl noch die verlorene Wahl in den Knochen!



Was mit Stil beginnt, endet natürlich ebenfalls stilvoll. Und wieder mit einer Flasche Champagner, diesmal der rose farbene, bewaffnet beenden wir unseren schönen erholsamen Urlaub, um uns neuen Herausforderungen in Hamburg zu stellen.





Und Usedom verabschiedet uns mit einem Trompetensolo vor dem Balkon.......

Freitag, Oktober 10, 2008

The secret of Filzpilz

Man mag es kaum für möglich halten, aber wir sind rücksichtsvoll und kreativ. Unsere rücksichtsvolle Seite offenbarte sich Dino, als wir heute ohne ihn ausschwärmten. Natürlich nur, damit der arme Hund sich von den Strapazen der letzten Tage erholen kann. Kreativ, weil unser Ziel für heute eine Bastelstunde war. Bine und Flavia - die auszogen um das Pilze filzen zu lernen!

Auf dem Kultur-Hof in Mölschow wurde für 2 Euro angeboten, die Kunst des Filzens zu erlernen. Falls jemand nicht weiss was Filz ist: Steckt einen Wollpullover in die Waschmaschine, wascht ihn auf 90 Grad, schleudert auf 1600 Umdrehungen und zack habt ihr ne super Filzmatte!
Reizende Damen drückten uns Filznadeln in die Hand und weihten uns in die Geheimnisse dieses alten Handwerks ein. Die nächsten 1 1/2 Stunden waren wir damit beschäftigt, locker aus dem Handgelenk heraus die Filznadel durch die Wolle in dicke Schaumstoffmatten zu hauen, um einen Pilz zu filzen. Sah ziemlich bescheuert aus und ehrlich gesagt, die Handbewegungen erinnern auch an andere Tätigkeiten. Wir waren mit viel Spass an der Freud dabei. Ohne Hintergedanken natürlich.







We proudly present: Filzpilze by Bine and Flavia - Fliegenpilz by Bine, Fliegenmarone by Flavia.

Anmerkung der Redaktion: Fliegenmaronen findet man nur auf Usedom. Sie sind essbar, man muss aber die roten Punkte abkratzen.




Der kreative Akt erschöpfte uns schon sehr, so das weitere körperliche Aktivitäten erstmal warten mussten. Wir durchforsteten den Hof nach weiteren Highlights. In der Abteilung "Bademoden gestern und heute" blieben wir - ganz modisch interessierte Frau - natürlich hängen. Übrigens - es fanden sich auch alte Fotografien von Damen mit dicken Hintern und üppig fraulichen Figuren - die waren mal total angesagt! Zur Recht wie wir finden! Wer will schon den Arsch eines verhungerten Pferdes? Aber wir schweifen ab....



Flavia läuft nicht nur so dann und wann im Landfrauenoutfit rum, nein, sie hat auch die Qualitäten einer Landfrau! Mit sicherer Hand melkte sie das Wasser aus dem Euter der Pappkuh. Wer meldet sie bei Bauer sucht Frau an? Da geht doch bestimmt was!




In Zeiten der Finanzkrisen denkt Bine über eine Umschulung nach - als Matrose (hmm oder heisst es Matrosin?" vielleicht - man kommt rum, hat mit Menschen zu tun und die Klamotten sind auch kleidsam.




Bei der Planung dieses Urlaubes verkündete Flavia, dass sie eines unbedingt auf Usedom machen möchte. Reiten nämlich. Mal wieder so richtig mit Hoppepferdchen und Sattel und Trense, bestenfalls natürlich am Strand. "Super" war die Reaktion von Bine, "das kannste mal schick alleine machen. Mich kriegste auf so einen blöden Gaul nicht rauf." Jetzt auf dem Kulturhof kam dann aber die Stunde der Wahrheit. Und Bine hat sich in keinster Weise gesperrt. Wir ritten wie Lucky Luke in den Sonnenuntergang. Nur Rantanplan, äh, Dino fehlte. Yiiiiieeeeha.



Old Lady???!! Pah! Nach den ganzen Masken, der Bewegung, dem gesunden Essen ist Bine der reinste Jungbrunnen - alles andere sind böse Gerüchte! Sie sieht auch wirklich nur ganz manchmal aus wie ein Seelenverkäufer.



Im landwirtschaftlichen Erlebnisbereich des Kultur-Hofes finden sich auch vom Aussterben bedrohte Arten. Wie zum Beispiel der Grottenolm - doch wir hatten Glück und konnten eines dieser publikumsscheuen Exemplare entdecken.






Wie Insidern bekannt, ist Flavia familiärgeschichtlich eine Vertriebene. Wäre sie damals schon geboren gewesen, wäre sie ganz bestimmt alleine, mit dem Bollerwagen und nur Heu zum Essen zu Fuß, nur mit zwei Holzpferdchen nach Hamburg gelangt. Bestimmt. Das ist so traurig.






Durch die Gnade der späten Geburt blieb ihr die Flucht jedoch erspart. Nach dieser Erkenntnis ließ sie sich auch wieder bewegen, aus dem ollen Heuwagen wieder auszusteigen.








Welch Elan. Was so ein Wellnessurlaub auf dem Land doch für Aigiltät und Verve aus so einem Großstadtmädchen herauskitzelt.

Voller frischem Tatendrang entdeckte Flavia das landwirtschaftliche Gerät ihrer Wahl. Der Hang zum Trecker wurde in einem Vorblog bereits angerissen. Auf dem Kulturhof wurde der alte Trecker mit einem Mal zum Formel-1-Wagen mit etwas größeren Rädern. Das ist besser als Go-Kart und Lokomotivführer sein auf einmal.






Da guckste. Wa?


Nachdem wir uns zwangen, den wundervollen Erlebnishof zu verlassen, wurde es langsam Zeit, wieder nach Hause zu fahren und Dino einzusammeln. Auch ein kleines Hüngerchen machte sich nach dem ganzen Spielspaß bemerkbar.

Viel gibt es es Karlshagen ja nicht zu essen - und auch die kulinarische Vielfalt hält sich in Grenzen. Diesen Imbiss aber wollen wir niemandem vorenthalten. Asiatische Spezialitäten - Döner und mehr - ganz ehrlich, bei Asien denkt doch kein Schwein an Döner, auch wenn die Türkei teilweise ebenfalls zu Asien gehört.

Ein echtes Hightlight hier ist die Bestellung der guten alten Currywurst - hier wird sie mit Salatsosse serviert, genauer mit Cocktailsosse mit Currypulver drüber. Dieses gewagte Exemplar bestellten wir schnell wieder ab und beschränkten uns auf etwas asiatisches - aus Südostasien.






Harakiri. Oder wie sagt man?

Tag der erfolglosen Massagen

Am heutigen Tag wollen wir unser Tiefenwellnessprogramm eintüten - Hamam, Ganzkörpermassage, Therme und Sauna. Schliesslich ist unser Ziel, optisch 10 Jahre jünger wieder nach Hamburg zu fahren. Eifrig bemühten wir das Handy, um einen Termin in der Bernsteintherme zu bekommen - völlig erfolglos! Fassungslos telefonierten wir die Ostseetherme in Heringsdorf an - für Schönheit ist uns kein Weg zu weit. Und? "Leider keine Termine frei" - was bitte wollen die ganzen alten Runzelschachteln dort??!!! Da ist doch nichts mehr zu machen - im Gegensatz zu uns! Ok was nun? Da war doch irgendwo dieses Schild und da stand was von Thai-Massage - hmmmmm es könnte natürlich eine Werbung für den lokalen Swingerclub sein, aber Verzweiflung macht Mut! Wir sattelten die Hühner und fuhren grob in die Richtung, in der wir das Schild vermuteten - und siehe da, ein Dorf weiter stand es auch. Gut, der lokale Swingerclub ist es nicht, aber deutlich vertrauenserweckender sieht die Massagepraxis eigentlich auch nicht aus. War aber auch egal - denn auch die kleine Thaifrau hatte keinen Termin für uns! Ganz kurz - also wirklich ganz ganz kurz - kam die Überlegung auf, uns für 20 Sloti in Polen massieren zu lassen, aber soooooo verzweifelt sind wir dann auch wieder nicht.

Als Entschädigung düsten wir - mal wieder - durch die Landschaft. Und wurden mit einer so schönen Mühle belohnt. Wie die hiess oder wo sie war, wissen wir auch nicht mehr, aber egal - das Photo sieht gut aus.



Und damit die Kultur nicht arg so schnell verfliegt, hielten wir dann auch spontan am Heimathof Lieper Winkel an. Leider etwas zu spontan, denn in diesem kleinen süßen Museum muss man sich telefonisch anmelden. Den Open-Air-Teil schauten wir uns trotzdem an und Flavias heimliche Liebe zu Treckern kam einmal wieder zum Vorschein.






Nachdem wir unsere landwirtschaftlichen Gefühle bis zum Anschlag aufgeladen hatten, wollten wir uns die hiesige Fleischproduktion ein wenig näherbringen lassen und fielen in der nahegelegenen Straussenfarm ein. Hier machten uns die Vögelchen das vor, was wir eigentlich selbst für diesen Tag geplant hatten. Wellness pur. Ein schönes gemeinesames Sandbad mit einer Auswahl leckerer Steinchen für die Reinigung des Magens, gegenseitiges Federnlausen undsoweiterundsofort.






Aus reinem Neid, und damit die Damen und Herren nicht vergessen, worin ihr eigentlicher Lebenszweck besteht, musste Bine, die alte Miesmacherin, die Wahrsagerin raushängen lassen und den Vögeln präsentieren, wie gut sie so als Schinken aussehen.





Als nächstes dachten wir, wenn wir schon einmal AUF Usedom sind, sollten wir auch einmal NACH Usedom fahren. Denn entgegen landläufiger Meinung, befindet sich auch tatsächlich ein
Örtchen auf der Insel, welches diesen schönen Namen trägt. Nach unserer Kleinmädchenphantasie müsste es eigentlich ein ganz hübsches Örtchen sein. So als Namensgeber. Angekommen mussten wir leider feststellen, dass es wirklich keinen Ort auf ganz Usedom gibt, in dem weniger los ist als in Usedom. Wir fanden eine Eisdiele, einen kleinen Hafen ohne Boote, keine Menschen und einen Bäcker. Und eine Kirche. Es gab auch ein Türmchen.

Hm.

Nach weiterer Inspizierung der Nebenstrassen fanden wir einen kleinen lustigen Marktladen mit selbstgebasteltem aus Wolle, Holz und Leder. Flavia kaufte in Erwartung familiärer Erweiterung kleine Wollsocken für Neugeborene in zweifacher Ausfertigung. Eine Ausfertigung musste leider nach dem Genuss eines Glases Schwarzbier dran glauben. Und Dino auch. Es ist gemein, aber einem Hund dabei zuzuschauen wie er läuft, wenn er Socken anhat, ist so dermassen erheiternd, dass es gar keine Möglichkeit gab, dem aus dem Weg zu gehen. Dino, Entschuldigung.






Auf dem Rückweg Richtung Karlshagen hielten wir einmal wieder an, um Dino und uns ein paar Schritte durch den Wald zu jagen. Bine überkamen inmitten des saftigen Grün romantische Gefühle.



Mehr romantische Gefühle, als gut für sie sind.





Damit sie sich nicht gestört fühlte, spielte Flavia Häschen in der Grube. Getarnt. Könnt Ihr sie finden?




Das war gar nicht so einfach, nicht wahr? Aber hier ist die Auflösung. Wie sang schon Mike Krüger in unserer Jugend? "Ja oliv ist so praktisch, oliv ist so schön, hast du oliv an, kann dich keiner mehr sehn". In der Tat.




Kommen wir nun wieder zur allseits beliebten Rubrik "Romantik". Bisher ist uns Usedom by Night verborgen geblieben. Brav und sittsam sassen wir mit Eierlikör in unserem Domizil, haben TV geschaut und sind zeitig zu Bett gegangen. Also jeder für sich - nur damit hier keine Gerüchte entstehen! Der Himmel war sternenklar und das Lüftchen lau - bekleidet mit langen Unterhosen (Bine) und Gummihosen (Flavia) stiefelten wir an den Strand und knackten einen Strandkorb. Ach da werden Erinnerungen wach! Ausser uns waren noch ca. 20. 000 schwer gelangweilte Jugendliche am Strand - aber Dino hat sie alle verbellt. Hören tut der alte Sack zwar nichts mehr, aber er hat Augen wie ein Luchs. Damit uns nicht kalt wird haben wir als Proviant einen einheimischen Sanddornschnaps dabei gehabt - den wir allerdings nicht wieder kaufen würden. Schmeckt nicht.



Als Expertin in Sachen "wertlose Bernsteinkrümel" versuchten sich Bine und Dino in der Suche nach dem omagelben Stein - erfolglos, wie so vieles andere auch an diesem Tag.





Wir wissen nicht, was Flavias Lippen auf diesem Bild passiert ist, aber Dino mit Schal wollen wir niemandem vorenthalten.



Eine Kneipp-Kur muss doch auch in Gummistiefeln funktionieren - und überhaupt müssen Gummihosen für 19,90 Euro auf Wasserfestigkeit geprüft werden. Würden Flavia und Dino eine Sprache sprechen hätte Dino ihr wohl gesagt "Olle, komm aus dem Wasser, es ist nass und kalt und ich will nach Hause! Scheiss Urlaub"




Damit auch wirklich kein Fischbrötchen sich in Form von Hüftgold an uns legt, absolvierten wir noch einen strammen Strandspaziergang und entdeckten dabei Häuser, die wir bisher noch nie gesehen haben.

Zu Hause angekommen mussten wir doch noch mal unseren Wellnessplan begutachten - und siehe da, von den 20 mitgenommenen Masken sind noch 10 da. Also rauf auf das Gesicht damit. Ok schaut man sich dieses Bild an, sehen wir eh aus wie 5 Jahre in Papas Pulli - aber egal - ihr hättet uns mal am nächsten morgen sehen sollen ;)

Mittwoch, Oktober 08, 2008

Polskaposition

Wenn man schon einmal auf Usedom Urlaub macht, muss man auf alle Fälle eines tun: Die Grenze überqueren, sich durch die Basare kämpfen und Swienemünde einen Besuch abstatten. Das war am Dienstag auch unser Begehr. Auf Begehr der Autoeigentümerin ließen wir den Wagen ganz vorurteilsfrei auf der deutschen Seite der Grenze auf einem bewachten Parkplatz stehen und wanderten entlang der auf dem Bürgersteig sitzenden Gemüseverkäufer in das Land von Flavias Vorfahren.

Die Basargeschichten werden wir - da wir planen, diese am Freitag noch einmal zu wiederholen - später noch einmal ausführlicher berichten. Zu diesen Tag sei erstmal berichtet, dass auch in Polen supersonniges Wetter herrschte. Zielgenau fanden wir die einzigen beiden Restaurants in Swienemünde, in denen man draussen sitzen konnte. Eines wählten wir. Es hatte schon einen gewissen Charme, endlich einmal wieder mit Plastikbesteck essen zu dürfen. Und das Bier war lecker. Wie Camping.

Das Essen bestand laut Karte recht einfach aus irgendwelchen Koteletts mit Pommes und in Scheiben geschnittenen Gewürzgurken. Welche aus Schwein, welche aus New York und welche aus etwas, von dem Flavia vermutete, dass es sich hierbei um Kalb handelte. Wir bestellten dieses und haben es leider nicht fotografiert. Es handelte sich nämlich um eine möglicherweise Geflügelpressfleischrolle mit einem kräuterbuttergefüllten Hohlraum in der Mitte und Paniermehl aussen dran. Hat geschmeckt. Von Plastikbesteck schmeckt ja fast alles. Und die Geflügelrolle war noch nicht mal verbrannt. Der Knuspereffekt stammte aus der Friteuse (Fritöse) - und woher die Fritöse stammt, wollten wir gar nicht wissen.





Insider wissen, dass Bine von Zeit zu Zeit diverse Pseudonyme benutzt. Das Kühleblonde ist eines, die Andrea Berg ist ein anderes. Auf dem Weg zurück zur Grenze war sie zu Tränen gerührt. Ganz nach Polen muss sie fahren, damit sie endlich einmal in der Art und Weise gewürdigt wird, wie es ihr gebührt. Und um gleich Nachfragen vorzubeugen: Da steht nicht Kötzelsroda, sondern Hötzelsroda. Danke Leute, sie wird Euch in ihrem nächsten Jahresurlaub besuchen - 3 Wochen lang am Stück! Nicht unerwähnt soll bleiben, dass Bine alias Blaubiene alias Andrea Berg Polen im Sturm erobert hat. An jedem 2. Stand trällerte uns die aktuelle Andrea Berg CD entgegen. Wie gut, dass wir inkognito waren und Bine blond trug.



Nachdem wir mit billigen Unterhosen mit Streifen (aussen), Herzchen und Blümchen, Unterhosen aus Brüsseler Spitze polnische Art, Zirkus Krone Zelt Sweatshirt mit zu kurzen Armen und einer neuen Umhängetasche bewaffnet die Grenze wieder gen Heimat querten, wollten wir das lockere Handgelenk in Bezug auf die Geldausgeberei noch schnell nutzen und Stiefel in Ahlbeck kaufen. Die Stiefel waren nicht gnädig, das Wetter aber schon, weswegen wir - welch Überraschung - stiefelfrei noch ein wenig die Sonne am Strand genossen. Dino entwickelte eine etwas merkwürdige Zuneigung zu Bines Tasche und buddelte fröhlich drumrum, drüber und drunter. Womit man so einen Hund doch glücklich machen kann.









Apropos "Hund" und "glücklichmachen". Seit zwei Tagen haben wir regelmäßige Gäste auf hüfthöhe. Emilie und Ole haben sich spontan in Dino schockverliebt und gehen wie selbstverständlich in unserer Wohnung ein und aus. Fremdeln tun die Ossikinder nicht. Das wissen wir jetzt. Und niedlich sind sie auch. Nachdem Emilie Dino den Halteteil seiner Leine um den Hals hing und sich selbst den anderen Teil ans T-Shirt knipste und sich dann immer von dem Hund um den Esstisch spazierenführen ließ, entdeckten die beiden den Kriechboden an Bines Schlafzimmer und beschossen von dort durch die Dachluke feindliche Ufos und Flugzeuge und besonders Ole legte sehr viel Wert darauf zu betonen, dass er uns schon beschützen wird. Was auch kommt. Was soll uns mit den beiden schon passieren?



Ole und Emilie fressen sich auch wie selbstverständlich durch unseren Kühlschrank, wissen nicht mehr, wie Mama aussieht und wollen bei uns einziehen. Nun soll noch mal jemand sagen, wir hätten keine mütterlichen Gene. Apropos mütterliche Gene - auf einmal ertönt aus dem zarten Kindermund von Emilie ein "Kacke" - dieses bezog sich auf Oles Ufos - uns fiel aber dezent die Kinnlade und wir fragte uns, ob am Tag zu vor hier zu offen gesprochen wurde.



Die Eroberung von Polen steckte Bine doch arg in den Knochen und sie schwächelte am Abend. Und was hat Grossmutter da schon gegeben? Richtig - Eierlikör und Tigerbalm! Blöd nur, dass wir keinen mehr hatten. Flavia, als fürsorgliche Freundin, ist sich wirklich für nichts zu schade und jettete in Jogginghosen und mit Speckhaaren noch schnell zur Tankstelle um therapeutischen Eierlikör zu besorgen. Hier macht ja alles etwas früher zu - aber geschafft!

Und so ging ein weiterer Tag zu Ende.........aber wir kommen wieder, keine Frage!

Dienstag, Oktober 07, 2008

Ei Ei Ei Verporten

Gestern morgen um 7.30 in Karlshagen, Usedom: Sonne, blauer Himmel und angenehme Temperaturen! So wird man doch wirklich gerne geweckt! Und so ländlich idyllisch ist unser augenblicklicher Ausblick - ein Traum, wie wir finden!

Extrem gut gelaunt starteten wir aussergewöhnlich schnell in den Tag - nur Dino trödelte, dem steckte wohl noch der vorherige Tag in den Knochen. Der alte Sack denkt sich wahrscheinlich auch, es grenzt an Tierquälerei und nicht an Urlaub, was er hier in seinem hohen Alter absolvieren muss. So viel wie hier in den letzten Tagen ist er die letzten 2 Jahre nicht unterwegs gewesen. Dementsprechend erschossen ist er auch am Abend - er schläft soooo tief und fest, dass er uns überhaupt nicht mehr hört, er kann gestreichelt werden und wird trotzdem nicht wach. Das nennt sich wohl den Schlaf der Gerechten schlafen - oder so ähnlich.



Heute ist Seebäder-Tag. Mit dem Auto nach Ahlbeck und von dort zu Fuss nach Heringsdorf. Schon nach den ersten Schritten am Strand entledigten wir uns einiger Klamotten. Wir waren natürlich wieder für eine Nordpolexpedition angezogen - oder zumindest für einen plötzlich auftretenden arktischen Sturm. Zwischen den Seebrücken, die übrigens nicht überwältigend sind, stiessen wir auf dieses Schild. Hmmm - egal wie wir uns bemühten, wir konnten auf der Ostsee nichts, aber auch gar nichts finden, was wie eine Ausstellung aussah. Die Pinsel deuten auf Malerei hin - vielleicht ein Ausstellung von Wasserfarben? Aber auch die haben wir uns eigentlich anders vorgestellt. Dieses Usedomer Geheimnis haben wir nicht lösen können, trotz aller Bemühungen. Na, vielleicht hat der Aufsteller auch einfach eine links und rechts Schwäche - damit ist es dem Klischee nach eine Aufstellerin.



Darf ich vorstellen? Das ist Sabine - Sabine Winslet! Ihr wisst schon, die von der Titantic mit dem Leo di Caprio - und der Stimme von Celine Dion im Hintergrund, die ohrenschmalzerweichend "My heard will go on" grölt. Bine kann aber viel besser singen als die Celine - wir hatten den Strand für uns alleine!



Stramme Spaziergänge gehen bekanntlich in Po und Oberschenkel - da wir uns hier nicht als Marathonläufer ausbilden wollen nutzen wir die Gunst der Stunde zu einem kleinen Päuschen. Und zwar in Form eines Strandkorbes! Neidisch? Gut so! Und da wir von der Küste keine Weicheier sind, gab es auch noch ein Fussbad in der Ostsee - okä Flavias Füsse standen danach auch kurz vor dem Gefriertod, aber hey - die Durchblutung war super. Farbe! Wir haben Farbe bekommen - so frische Gesichtsfarbe, wie man sie im Oktober sonst nur bei Solariern findet. Am Abend sahen wir allerdings eher aus wie Patienten mit Bluthochdruck, aber wen interessiert das schon?!






Heringsdorf war langweilig - irgendwie hübsch, aber öde. Zurück in Ahlbeck mussten wir erstmal eine kleine Pause einlegen - der Hund machte schlapp und Frauchen war auch nicht mehr ganz frisch. Will man die Geschichte wahrheitsgemäss erzählen, muss man aber schreiben, Dino stand nur auf der Bank, weil in der Bambi Tasche eine Tüte Leckerlis war. Aber welche Hundebesitzer nimmt es da mit der Wahrheit schon so genau?





Selbstverständlich sind wir ständig darum bemüht, unser Wissen in den verschiedenen Bereichen zu erweitern. Von daher war klar, dass wir an dem Schild "Gesteinsgarten" nicht vorbei fahren konnten. Über eine kleine Holperstrasse - da hätte der Strassenbelag selbst schon der Gesteinsgarten sein können - fuhren wir dem Schild nach und landeten auf einem kleinen Hof. Tja - und dort fand Bine den schönsten Steinhaufen, den sie bisher gesehen hat! Des weiteren konnten wir uns ca. 80 Granitsteine, alle auf Usedom gefunden, anschauen und anderes steiniges Zeug. Wir wissen jetzt echt alles über die Steine in Euren Gärten - ehrlich! *gähn*



Gut, die Gesteinsgarten war langweilig - vielleicht gibt der Naturlehrpfad mehr her. Ein Schild berichtet uns von der "Blaubiene" - kommt uns vage bekannt vor, vertiefen wir aber erst später. Irgendwann stiessen wir auf diese Holzwanne - es gab leider keine Erklärungen dazu und so mussten wir mit unserer schmutzigen Phantasie vorlieb nehmen. Ne ne ne - schreiben wir nicht, ist nicht jugendfrei. So richtig der Burner war das aber auch nicht und so beschlossen wir, nach Hause zu fahren. Allerdings nicht ohne vorher noch ein paar Supermärkte zu überfallen. Uns stand der Sinn nach einem echten Abendbrot mit einheimischen Spezialitäten.



Und die fanden wir auch - viel Fisch (nach dieser Woche werden wir wohl nie wieder Fisch essen), viel fette Wurst, tolles Brot und und - EIERLIKÖR!



So endete der schöne, ruhige, und recht unaufregende Tag noch sehr interessant mit einer Expedition ins Reich der Blaubiene. Auch die Blauflavia war anzutreffen, auch wenn davon auf dem Waldlehrpfad nichts zu lesen war. Es gibt eben nix, was es nicht gibt.

Prost.

Montag, Oktober 06, 2008

Die Suche nach Bernsteinpilzen

Der erste Morgen in unserer Kinderzimmer-Kiefernholz-Fiesgemustert-Wohnung in Karlshagen! Der Himmel ist grau, es regnet und wir sind gut gelaunt. Der mehr oder weniger Partnerlook ist rein zufällig - aber das nur am Rande! Erster Punkt auf der Tagesordnung - also nach Kaffee und Brot - ein sportlicher Strandspaziergang. Wir sind hier schliesslich nicht zu unserem Vergnügen!



Vielleicht nicht geschmackvoll, aber auf jeden Fall zweckmässig angezogen, fahren wir zum Strand von Karlshagen. Okä, man kann jetzt auch sagen "Boah, wat seid ihr unsportlich, zum Strand könnt ihr doch zu Fuss gehen" - ist auch richtig, aber wir wohnen eben nicht in Strand sondern in Hafengegend und wir wollen unsere untrainierten Körper ja nicht überfordern, gelle?!



Wenn Glückskinder am Strand erscheinen bricht der Himmel auf und die Sonne scheint - so auch bei uns. Also, wir sind sozusagen vom Glück bevorzugt, zumindest auf dem Hinweg. Dank Dino - der sozial Kompetenteste von uns - schloss sofort Freundschaft mit einem Elternpaar plus Sohn. Einige Minuten später hatte er diese Freundschaft bitter bereut. Der Ehemann weihte Sabine und Flavia in die Geheimnisse der Bernsteinsuche ein. Fortan stocherten die Damen in der Hocke oder Halbhocke im stinkenden Meerschlamm auf der Suche nach Bernsteinen rum. Dies allerdings mit totaler Begeisterung! Wir sahen unseren Urlaub schon komplett finanziert - also ehrlich gesagt, wir hatten im Urin, dass wir das lang verschollene Bernsternzimmer finden! Zeitungen, TV Sender, Wissenschaftler - alle würden sich um uns reissen und wir würden wie Dagobert Duck die Taler auf unseren Konten zählen, Benefiz-Projekte sponsoren, Stiftungen ins Leben rufen, Wohnungen auf Mallorca und Häuser in Schweden haben und - okä lassen wir das. Auf jeden Fall war dieser Strandspaziergang in der Halbhohen ein super Bauch-Beine-Po-Training!




Und damit niemand denkt, wir sind nur Schnackfische - hier unsere Bernstein-Ausbeute! Naja gut, noch ein wenig mickrig, aber wir sind ja auch noch bis Samstag hier - da geht noch einiges! Im Moment reicht es gerade mal im Wert für ein Fischbrötchen von vor 3 Wochen.



Nach über 2 Stunden hatte uns die Zivilisation wieder. Mittlerweile regnete es aus Eimern, Bine fragte sich, ob die Impregnierung ihrer Jacke reicht, während Flavia sich ärgerte, ihre Gummi-Regenhose nicht zu tragen. Kurz überlegt, was nun tun - Essen! Essen ist immer gut! Nach kurzer Zeit wurden wir auch fündig - eine kleine Holzspelunke, die Fisch selbst räuchert. Grossartig, die Omega 3 Fettsäuren sind soooo wichtig, dass man jeden Tag Fisch essen sollte.
Das Ambiente ist zu Zonenzeiten entstanden, aber auf der Karte stand Solianka - die bestellten wir noch vor dem Bier. Nicht, dass sie wieder aus ist, weil wir zu spät sind! Auch wir lernen aus Fehlern. Und dann und dann und dann? Matjes nach Hausfrauenart (ganz anders als bei uns, keine Äpfel) mit Bratkartoffeln und Butterfisch mit Dillsauce und Salzkartoffeln. Während Bine glücklich und zufrieden ihren Fisch vernichtete, musste Flavia eine Runde Zwiebeln nachbestellen - es befand sich genau 1 Stück Zwiebel in ihre Sauce - das ist entschieden zu wenig, auch auf die Gefahr hin, als Meckerpott zu gelten. Zu Stärkung für die Rückweg gönnten wir uns einen Fischergeist - der brennt, das fanden wir spannend. Das Zeug schmeckt wahrscheinlich auch nur Geistlichen. Minze mit irgendwas - gar nicht schön! Ein wenig Fernet Menta in warm. Wäh.




Und so sieht Frau nach dem Genuss von Fischergeist aus!




Der Rückweg - es regnete immer noch und wir brauchten Abwechslung. Also den Rückmarsch durch den Wald. Nun muss man dazu sagen, der Wald und wir hatte noch eine offene Rechnung. Also nicht dieser Wald, sondern einer zu Hause am Arsch der Heide, als Bine und Flavia auszogen um Pilze zu sammeln und nur Spinnen, Zecken und Förster mit gezogener Knarre fanden! First we fanden Blaubeeren, then we found PILZE! Steinpilze und Maronen! Traumhaft! Es war auch egal, dass wir am Abend eigentlich gar nichts mehr essen wollten - diese Pilze werden vernichtet! Und wieder rannten wir über 2 Stunden in gebückter Haltung - nur eben durch den Wald.




Und auch Dino beteiligte sich eifrig an der Pilzsuche - allerdings mehr aus Eigenschutz. Der arme Kerl hatte so überhaupt keine Lust mehr auch nur noch einen Schritt im Regen zu machen. Na, mit 12 Jahren darf er auch streiken. Was er auch etwas später tat.....



Endlich wieder zu Hause - und wieder gut durchfeuchtet. Nun musste erstmal das arme Viech etwas zu essen bekommen. Das kleine Weichei frisst in nicht vertrauter Umgebung allerdings nicht, wenn Frauchen nicht daneben sitzt - er sein Pedegree, Flavia ihren Latte. Während dieser kurzen besinnlichen Zeit überlegten wir, was man nun noch unternehmen konnte......




WELLNESS in Form der Bernsteintherme in Zinnowitz! Die Sachen waren schnell gepackt, unterwegs wurde noch ein Bio-Baumwolle-Bademantel gekauft und schon konnte der hemmungslose Genuss losgehen. Therme plus Sauna - ein Traum! Man muss dazu sagen - Therme für Flavia, Sauna für Bine! Wobei - wir machten alles zusammen!

Das Publikum in der Therme bewegte sich zum grössten Teil im Alter von Johannes Heesters - also so um die 104 Jahre - der Rest waren Familien mit Kindern und Reha-Patienten. Egal - Hauptsache es macht schön. Und so liess Flavia ganz ganz ganz tapfer zwei Saunagänge über sich ergehen. Nackte Tatsachen sind einfach nichts für so ein zartes Gemüt und die Gedanken, die ihr während des in der Sauna sitzen und andere äh Nackische betrachtend durch den Kopf schossen, sind nicht geeignet für den nicht jugendfreien Raum. Nach 3 Stunden ging auch der nackte Traum zu Ende - und wir fuhren, optisch um 10 Jahre jünger und cellulitefrei - nach Hause.
Dort wurde noch schnell die Steinpilze und Maronen vom Nachmittag verbraten.



Es gibt keine ganzen Kerle mehr - ausser uns! ;)

Rechtschreibfehler dürfen behalten werden - wir hatten eine Flasche Eierlikör ;)

Sonntag, Oktober 05, 2008

Frischer Fisch von vor 5 Tagen

Was ein wenig Gemecker doch alles bewirken kann! Der Chef unseres Romantik-Hotels hat uns 11,- Euro Preisnachlass, eine Tüte Sanddorngummibärchen und 2 Tüten Rügener Bratheringe aus französischer Schokolade gegeben - und alles nur, weil sich bei uns keine romantische Stimmung durch Lärmbelästigung einstellen konnte. Sehr schön!

Gut gelaunt traten wir am Samstag unseren Weg nach Usedom an - ein Zwischenstopp in Stralsund musste allerdings sein. Hübsche kleine Stadt, aber nicht wirklich spektakulär - warum sie ausgebucht war am Tag zu vor erschliesst sich uns nicht. Nachdem Bine keine Regenhose für 100,- Euro kaufen wollte (sie hätte dadurch nämlich keine Anteile am Laden erworben, wie der Preis eigentlich vermuten lässt), Flavia nörgelnd durch einen 1,- Euro Shop in dem gerade mal gar nichts 1,- Euro kostete stiefelte, verliessen die Damen wetterbedingt gut durchfeuchtet die Stadt. Oh - das eigentliche Stralsund- Highlight war ein Glas heisser Sanddornsaft! Und der ist wirklich legga!

Ungefähr anderthalb Stunden später hatten wir dann endlich Wolgast durchquert und die - im Gegensatz zu Rügen - deutlich kleinere Brücke nach Usedom erreicht. Bis zu unserer Heimatstadt für die nächsten sieben Tage, Karlshagen, war es nurmehr noch ein Steinwurf. Und wir waren eine Stunde zu früh für die Schlüsselübergabe. Ein Anruf im Vermietungsbüro ergab, dass der Anrufbeantworter aus gesundheitlichen Gründen lief. Scheißegal, dachten wir, dann klingeln wir die Leuts halt raus.

Die Leuts waren ein recht leutseliger Herr um die sechzig mit einem leicht aufgesetzten aber sicher herzlichen rüden Charme. Sehr rusikal, aber auch sehr unkompliziert händigte er uns unter einer Salve vermeintlich komischer Bemerkungen die Schlüssel aus und warnte uns auch gleich vor, dass die Vormieter geraucht hätten. Diesbezüglich hatten wir, ganz alte Duftstiftmädchen, zum Glück vorgesorgt und Airwick-Duftstecker und jede Menge Duftkerzen im Gepäck.

Unsere Ferienwohnung ist ca. 80 qm groß und Maisonette, hat eine offene Küche und ist ziemlich Kiefer natur eingerichtet. Die Sofas sind fies gemustert, die künstlichen Blumen eine Katastrophe und über Geschmack bei der Lampenwahl kann man streiten.Es riecht tatsächlich nach Rauch und ein wenig nach altem Mann. Genauer nach des alten Mannes Aftershave. Aber es dauert sicher nicht lange, bis wir hier ausreichend reviert haben. Wir werden davon absehen, zu diesem Zweck in die Zimmerecken zu pinkeln und hoffen, dass Dino dies genauso hält. Bis unsere Nachmieter den Wildkirschenblütenvanilleorangedinoduft aus den Hallen vertrieben haben, wird das sicher auch ein wenig dauern. Hehe.



Nachdem wir komplikationslos die Zimmer verteilt und die Sachen ausgepackt hatten, machten wir uns auf Richtung Hafen. Immerhin lässt der Name "Hafenstrasse" vermuten, dass selbiger in der Nähe ist. Und ja, nach ca. 10 Minuten erreichten wir einen kleinen, aber ziemlich unbelebten Yachthafen. Da uns der Sinn doch nach ein wenig mehr Vergnügen stand, sattelten wir das Auto und fuhren nach Peenemünde.

Auch dieser Ort präsentierte sich ohne Ortskern und sichtbarem Leben. Ok immer dem Schild Hafen nach, dort muss es zumindest Wasser geben. Erklärtes Ziel war nämlich, den Usedom Urlaub mit Fischbrötchen und Bier zu eröffnen. Und siehe da - wer suchet der findet! Im Hafen tummelten sich Menschen. Das ließ die Wahrscheinlichkeit, dass da Fischbrötchen verkauft werden, im Gegensatz zu der kleinen Marina in Karlshagen um hundert Prozent steigen. Wahnsinnig gross war auch in diesem Hafen gar nichts, die meisten Buden hatten geschlossen. Besichtigungshighlight war ein U-Boot von Anno Christus. Am Ende des Piers, oder wie auch immer es heisst, sammelten sich diverse Besucher - und einige hatten sogar Fischbrötchen in der Hand! Im Schweinsgalopp also dahin - bevor auch diese Wohnwagenrarität wieder schliesst.



In der Auslage dümpelten ein paar Fische, eingelegt in undefinierbarem Zeug. Egal - Bine bestellte sich ein Rollmopsbrötchen und Flavia nach einiger Zickerei a la "Hier ess ich gar nichts" ein Matjesbrötchen. Der polnische Verkäufer war ganz Gentlemen und bat uns, Platz zu nehmen, er bringe die Brötchen persönlich vorbei. Wir hatten Glück - wir ergatterten einen Platz in der ersten Reihe direkt am Wasser. Ok, ausser uns sass auch keiner weiter da rum - die wussten schon warum!

Die Brötchen kamen - und mit den Brötchen und dem Fisch gelber Krautsalat. Während Bine herzhaft in ihren Rollmops biss, war Flavia noch mit der Beseitung des Krautsalats beschäftigt. So geschafft - nun sollte er kommen - der herzhafte Biss und genussvolles Schmatzen! Tja - und dann kam alles ganz anders. Flavia biss in ihr Matjesbrötchen und verzog sofort angewidert das Gesicht - mit vollem Mund forderte sie Bine auf bitte einmal den Matjes zu probieren. Von Bines Gesichtsausdruck bestätigt wurde schnellmöglich die Serviette bemüht. Hier wurde gerade mal gar nichts geschluckt. Man mag nun sagen, andere Länder, andere Sitten - immerhin war der Verkäufer aus Polen - und dort schmeckt der Fisch vielleicht muffig (also der schmeckte so wie wie ein verwesendes Tier riecht) und ist weicher als Weichspüler - aber hier schmeckt Matjes auf alle Fälle nicht so!

Ungerechterweise war das Rollmopsbrötchen von Bine völlig in Ordnung.




Und hier der EKELFISCH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!



Ok - Flavia braucht ein Fischbrötchen - und Bine als gute Freundin opfert sich für ein Zweites. Während wir vor einem Schiff auf unser Makrelenbrötchen warten, ziehen sich die Wolken bedrohlich zusammen und der Wind nimmt zu. Genau im Moment der Brötchenübergabe öffnet der Himmel seine Schleusen und orkanartige Böen fegen über das Pier. Man bekommt fast den Eindruck, Usedom sei gegen uns und den Genuss von Fischbrötchen! Dass das Haar nicht sitzt, ist eine Sache, aber ein verregnetes Makrelenbrötchen geht wirklich gar nicht! Aber denkste - wir retten uns ins Auto und fallen über die Makrele her. Genau soooo muss Räucherfisch schmecken!



Gut gesättigt eroberten wir nun den Strand von Karlshagen. Und hier wurde unsere neue Geschäftsidee geboren - sozusagen ein Idee der ersten Urlaubsstunde! Wir steigen ganz gross in die Bio-Branche ein und machen viele Frauen auf natürliche Art und Weise glücklich - naja und so manchen Mann dadurch eben aus. Wir steigen in die Brustimplatate-Branche ein - und zwar Bio-Brust-Implatate - garantiert biologisch abbaubar. Jetzt kann sich jede Frau einen neuen Busen leisten - schnell, einfach und unglaublich günstig. Und das Tollste daran - die Trägerin unserer Brustimplantates rettet dadurch auch noch Leben! Auf Usedom findet man die Implatate sozusagen am Strand - in allen Größen, Formen und Variationen. Wie man auf unserem ersten Business-Präsentationsfoto sehen kann:



Der Urlaub muss schliesslich finanziert werden!

Wie man möglicherweise erkennen kann, sind diese Quallenimplantate mit vier Nippelanschlüssen ausgestattet. Dies könnte für stillende Frauen eine interessante Möglichkeit darstellen, sozusagen Ersatzsauger anzubauen...aber wie gesagt, die Geschäftsidee steckt noch in den Kinderschuhen. Auch daran, dass die Implantate im Trockenen arg schnell schwinden, muss noch gearbeitet werden.

Nachdem wir angemessen durchnässt waren, denn natürlich regnete es nach wie vor auf der Sonneninsel Usedom, kauften wir schnell noch ein paar Stücken Kuchen - für 4,- Euro!!!!! - und begaben uns zurück in die Wohnung.

Hier angekommen führten wir uns auf wie die Luxusweiber. Champagner im Glas, Kaviarmaske im Gesicht und die aktuelle Haut Kohtür am Leib.





So muss Urlaub aussehen.

Samstag, Oktober 04, 2008

Usedom - wir kommen!

So, nun ist es endlich soweit - Bine und Flavia treten ihren Urlaub an! Gediegen - böse Zungen behaupten "spiessig" - wie man in unserem fortgeschrittenen Alter schon ist, haben wir uns eine Ferienwohnung auf Usedom gemietet. Der Plan ist, sich viel frische Meeresluft um die Nase wehen zu lassen, Wellness in Hülle und Fülle zu betreiben, viel zu lesen und natürlich zur Ost-West-Verständigung beizutragen.

Für alle, die nicht wissen, wie es aussieht, wenn Frauen für 7 Tage mit kleinem Gepäck reisen, hier Anschauungsmaterial:





In 4 Reisetaschen, gefühlten 10 Plastiktüten, einer Notebooktasche und einer halbgrossen Umhängetasche ist wirklich nur das absolut Notwendige für den Urlaub einer, Tschuldigung, zweier Frauen, drin! Ehrlich!

Irgendwann gegen 14.30 Uhr verlassen wir am Tag der Deutschen Einheit Hamburg auf dem Weg nach Usedom. Erster Zwischenstopp ist Stralsund - hier sollte die erste Übernachtung stattfinden. Tja - und offenbar standen wir nicht alleine mit diesem Gedanken da! Egal in welchem Hotel wir nach einem Zimmer fragten, die Antwort war immer die gleiche "Nein, wir haben keine Zimmer mehr frei". "Stralsund ist ausgebucht". OK -" im Inter City Hotel am Bahnhof" - da wo ungefähr 3 Hundertschaften Polizisten Position bezogen hatten - "da wäre wohl noch etwas frei". - Danke fürs Gespräch. Wir fuhren dann mal nach Rügen rüber und suchen weiter nach ein paar Betten.

Der Hund war urintechnisch kurz vorm Platzen, aber zum Gassi war jetzt keine Zeit. Wir ratterten über die Insel, vorbei an Pensionen und Hotels, in denen wir nicht schlafen wollten.

Aus dem Nichts heraus tauchte plötzlich ein echtes Tourihotel - es hätte auch in Llorett de Mar stehen können - vor uns auf. Hoffnung! Bine springt rein, um nach freien Zimmern zu fragen und siehe da, in diesem fiesen Bunker gab es noch ein Doppelzimmer! Doppelzimmer! Flavia stellten sich kurzfristig die Nackenhaare hoch - ein Doppelzimmer! Mit einer anderen Person drin! Das ist ja ihr ganz großes Hobby. Gut, tief durchatmen und sich die Situation schön reden - lieber im Zimmer zu zweit als zu zweit im Auto schlafen müssen.

Warum auch immer - wir wollten doch noch ein bisschen weiterschauen und fuhren weiter in den Ort Bergen hinein. Alles sehr niedlich und irgendwie sehr tot. Und was sahen unsere entzückten Augen? Ein Hotel! Klein, hübsch und gepflegt! Rein da und fragen!

Doch ein Doppelzimmer. Aaaaber in einem Romantik Hotel! Dasistdochwas.

Das Hotel ist schon nett, wir waren sehr froh, ein schönes großes Zimmer zu anständigen Konditionen zu bekommen. Da kann man schon mißtrauisch werden meint Ihr? Genau. Romantische Stimmung kommt garantiert auch beim verliebtesten Paar nicht auf, wenn ihr Zimmer über der Küche und neben dem Lüftungsschacht liegt! Fisch - und andere Essensgerüche durch das offene Fenster und kontinuierliches Gebrumme durch die Wand kommt! Echt romantisch!

Gut, auf Romantik legten wir es ohnehin nicht an, auch wenn man uns nachsagt, uns wie ein altes Ehepaar zu verhalten, aber unverhofft kommen wir doch in eine solche Situation. Oder könnt sich jemand etwas Schöneres vorstellen als gleichzeitig, also fast harmonisch, morgens um 4 durch absolute Mundtrockenheit aufzuwachen? Und nicht nur uns, auch dem Dino klebte die Zunge am Gaumen fest. Was auch der Ursprungsgrund für die Aufwachaktion war. Wenn nämlich ein Hund zwischen zwei Betten in Kopfhöhe liegt und anfängt, in einer angemessenen Dezibelzahl vor sich hinzuschmatzen, wacht jeder auf. Die trockenen Schleimhäute taten dann das ihre.




Zwischen dem Einchecken im Hotel und der Mundtrockenheit lag natürlich noch unser Restaurantbesuch! Wir wollten Soljanka essen, bzw. stand uns der Sinn eh nach Spezialitäten aus Meck-Pom. - wofür sind wir schliesslich hier? Dann kamen wir am Trüffelhus vorbei und dort stand etwas von Zitronenspaghetti - uns lief das Wasser im Munde zusammen. Aber der Laden war voll, der bettelnde Dino war dabei - also indiskutabel.

Peinlicherweise hatte Dino anscheinend angefangen, den Urin, den er tagsüber im Auto nicht absetzen durfte, aus Notwehr irgendwie auszuschwitzen. Er roch jetzt nicht direkt pissig, mittlerweile durfte er ja, aber das Odööhr von nassem Hund mit akuten Hautproblemen ging doch sehr aktiv von ihm aus. Das schloss nicht nur einen vollen Laden wegen der Bettelei aus, sondern auch einen kleinen. Wegen der Lüftung.

Also zurück zu den örtlichen Spezialitäten. Wie wir schon an anderer Stelle hörten, isst der Mecklenburgvorpommerner Kartoffeln. Der isst keine Nudeln. Basta. Zitronenspagetti hätten also gar nicht in unseren Plan gepaßt. Auf dem Markplatz kamen wir an dem "ältesten Gasthaus in Bergen" vorbei mit sehr traditioneller Speisekarte. Soljanka (Tschacka), halbe Hähnchen und allerlei Gutbürgerliches. So sah es von aussen zumindest aus. Da es nicht voll war, beschlossen wir kurzerhand, hier unser Glück zu versuchen.



Zunächst sah alles ganz reizend aus. Ältliche Schankwirtschaft mit hinterdörflichem Charme. Eine Bedienung von ungefähr siebzig Jahren mit Mitteilungsdrang, andere Gäste mit Chihuahua namens Kiki und Tochter namens Sandra (BindestrichMaria), die sich direkt in Dino verliebte und ihn und uns mit Anekdoten über das Inselleben unterhielt.

Direkt hinter uns die Küche, vor uns, um die Ecke, die Zapfhähne. Mutter Courage schlurfte mit unserer Bestellung (Soljanka ist aus. Nix Tschacka) Richtung Getränkebar und verscholl. Hinter uns in der Küche schob der dicke Koch gelangweilt zwei ältliche Salatteller umher und klapperte unmotiviert mit ungefüllten Töpfen.

Nach einiger Zeit fragten wir uns ernsthaft, ob Mutter Courage mittlerweile verstorben sei. Dabei hatten wir uns einen Apfelkorn bestellt, der ja weder schwer zu zapfen noch zu tragen war und eine gute Alternative zu nicht vorhandenem trockenen Sekt darstellte. Außerdem macht Apfelkorn Spass. Ist so. Der Koch verhielt sich weiter passiv. Die Spannung stieg. Sandra erzählte uns grade, dass ihr Vater in Trier wohnt, und dass man bei der Zeltfete heute, da wo sie gerne hinwollte und sich deswegen Glitzer ins Gesicht getan hat, erst ab achtzehn reindarf, da begannen wir, uns mit Blicken darüber zu verständigen, innerhalb der nächsten drei Minuten tätig werden zu wollen.

Grade, als wir die Notrufnummer wählten, schlurfte Madame mit Bier und Korn an und schlurfte in der gleichen Geschwindigkeit weiter in die Küche.

Die gute Laune war noch nicht getrübt.

Dann kamen die örtlichen Spezialitäten, welche wir uns anhand der reichhaltigen Karte (Soljanka ist aus, Sie könnten Hühnerbrühe bekommen) ausgesucht hatten. Zanderfilet mit Bratkartoffeln für Flavia und - ganz Mecklenburg - Cordon Bleu mit Pommes für Bine. Mit Majo. Man gönnt sich ja sonst nix.

Na gut. Das Cordon Bleu war rein äußerlich nicht von einem gebackenen Camenbert zu unterscheiden und die Pommes waren nicht sehr reichhaltig. Das originellste an dem Teller war der Ketchupmajoteil, welcher extra bestellt werden musste. Zwei Wellensittichschissgrosse Häuflein von jeweils einem Gewünschten lagen neben den Kartoffelspalten. Die sind doch mit einem halben Pommes weggeatmet.

Der Fisch halbwegs okä, stellten die Bratkartoffeln doch eine kulinarische Überraschung dar. Habt Ihr schon mal Pürree aufgebraten? So ungefähr. Mit Speck. Auf die Bitte, doch lieber Pommes zu wollen, weil aufgebratenes Pürree nicht der eigenen Vorstellung von Bratkartoffeln entspricht, wurde beleidigt, aber doch reagiert.

Zugegeben, wir haben schon besser gegessen. Eigentlich immer. Eigentlich haben wir selten schlechter gegessen. Aber es war das älteste Gasthaus in Bergen. Und wir leben noch. Und das Schwarzbier war ebenso gut wie der Apfelkorn. Und wir waren auf Rügen. Und wir hatten das Romantikhotel noch vor uns. Bitte oben weiterlesen.

Nicht verschweigen möchten wir den peinlichen Moment, als wir von einem Paar gefragt wurden, wo man in Bergen gut essen gehen könnte. Offensichtlich wurden wir für Einheimische gehalten - welches uns natürlich völlig rätselhaft war. Wir waren mächtig empört! Warum uns dies passierte, klärte sich allerdings auch schnell. Flavia hatte sich am morgen die Haare oben mit einer Spange zusammengezwirbelt und sah in etwa so aus wie eine polnische Putzfrau äh Modenmaniküre. So schnell kanns gehen - auch schön zu sehen, wie mistig man eigentlich aussehen kann.



Und so ging unser erster Tag zu Ende......

Mittwoch, Oktober 03, 2007

Die wunderbare Welt des Catering

Hamburg ist nicht gerade die Stadt der wilden VIP Parties - so etwas findet man eher in Berlin oder München. Im Moment allerdings haben wir das Filmfest und siehe da, es gibt coole Parties und interessante Menschen in der Stadt. Seit Samstag tummel ich mich jeden Abend auf einem schicken Event, stelle mal wieder fest, ich habe nichts zum anziehen, obwohl der Kleiderschrank aus allen Nähten platzt, weiss mittlerweile ganz genau, dass Highheels einfach nur Folterinstrumente sind, die ein von Frauen geknechteter und unverstandener Designer als Rache erfunden hat und spüre, ich bin einfach zu alt um jeden Abend zu feiern. Der Lack ist ab!

Am Samstag waren wir auf der Tiguan Night Race Party. Coole Sache, es gab ein GoKardrennen durch ein Parkhaus - da wäre ich auch gerne mitgefahren, aber mich fragt ja niemand. Wobei - in einem Overall hätte ich wohl schön blöd ausgesehen - die haben mir figurbedingt schon in den 80igern nicht gestanden. Die sehen an grossen Strichmännchen und Frauchen prima aus, aber sobald hier und da zu viel Weiblichkeit vorhanden ist, sollte man die Finger davon lassen.





Da wir nicht fahren durften vergnügten wir uns mit den kleinen Schweinereien, die auf Tabletts an uns vorüber zogen und suchten uns einen Standplatz direkt an der Bar, um den als Champagner angekündigten Sekt zu vernichten und um ein wenig zum Takt der Musik zu wackeln. Ich stelle fest, ein DJ, der gnadenlos seinen eigenen Geschmack durchzieht, unabhängig vom Publikum ist und bleibt ein doofer DJ!!!

Besonders spannend war das Catering. Die Currywurst in lauwarm ohne Gabel war eine echte Herausforderung, die ich tatsächlich ohne grossartige Kleckereien bewältigte. Dreckige Fingernägel, Ketchup klebt nämlich besonders gut unter den Nägeln, schaffte ein Gefühl der Gemeinsamkeit unter den Gästen. Nach Currywurst, kleinen fischigen Teilchen und nicht identifizierbaren Kleinigkeiten kam der Nachtisch. Auf die Frage, was das denn bitte sei, erhielten wir von Kellner Nr1 folgende Erklärung:

"Das ist Zitronencreme" - Ah ja - für mich sah es allerdings aus wie Creme Brulee - es schmeckte auch wie Creme Brulee! Ich klärte den Herren kurz auf, er war sichtlich verwundert und berief sich auf den Küchenchef. Ok - vielleicht bin ich auch zu blöd, um Zitronen zu schmecken.

Ich wiederholte das blöde Fragen und noch blödere Antworten Spiel bei einer Kellnerin. Ihre Erklärung war:

"Das ist eine Lavendelcreme" - Jetzt wird es richtig exotisch! Die Creme Brulee, die laut Küchenchef eigentlich eine Zitronencreme ist, ist in Wirklichkeit eine getarnte Lavendelcreme!
Auch hier wurde sich auf den Küchenchef berufen - entweder hatten die zwei Chefs in der Küche und links weiss nicht was rechts sagt, oder aber der Herr wollte den Gegner verwirren.

So richtig schön wurde es in Sachen Erklärungen, als kleine Waffeln mit Inhalt rumgereicht wurden. In einer Waffel befand sich ein Kiwistück - in der nächsten etwas weisses mit schwarzen Punkten. Und wieder die beliebte Frage "Was ist das?" - Hier gab es die schönste Erklärung:

"Das ist Waffel mit Panna Cotta und Kiwikernen" - Ja ne schon klar Kiwikerne. Sofort hatte ich das Bild von geknechteten Auszubildenen vor Augen, die seit Wochen in einer Küche sitzen und Kiwikerne vom Fruchtfleisch befreien. Es war natürlich keine Panna Cotta mit Kiwikernen, sondern das Fruchtfleisch der Kaktusfrucht! Hat übrigens auch der Küchenchef behauptet!



Ich bin gespannt auf die nächsten Erklärungen in Sachen Nachtisch!

Freitag, September 28, 2007

Ein Fall für den Friseur

Prominente auf der ganzen Welt müssen sich nie Sorgen um schlecht sitzende Frisuren, ein nicht passendes Makeup oder unmodische nicht zum Typ passende Klamotten machen. Ein Heer von Stylisten, Makeup Artists und Agenten schwirrt um sie herum und stylt sie für jeden Anlass. Die Promis werden gepuschelt, gehegt und gepflegt - sie müssen noch nicht mal selbstständig zu einer Veranstaltung kommen - sie werden gefahren. Es sei denn, sie heissen Paris Hilton, fahren im Vollsuff selbst und lassen sich erwischen - die gehen in den Knast - ganz alleine.

In meiner Lieblingszeitung der Blöd Zeitung fand ich heute einen Bericht über Schwiegermuttis Liebling Nummer 1 - den Florian Silbereisen. Bei Flori bekomme ich immer Augenkrebs, wenn ich ihn im TV sehe. Anzüge, die noch bescheuerter Aussehen als die von Thomas Gottschalk, und eine Fönfrisur, die noch nicht mal in den 80igern modern gewesen ist. Und das soll schon was heissen, denn in den 80igern haben wir uns alle am Rand des guten Geschmacks bewegt. Mehr als einmal habe ich mich gefragt, wer den Florian in Sachen Frisur und Kleidung eigentlich berät - der gehört in meinen Augen eindeutig gefeuert.

Die Blöd Zeitung hat heute meine offenen Fragen beantwortet - es ist der Florian selbst! Wer hätte es gedacht? Das Frisur sah schon als Kind behämmert aus und auch am Kleidungsstil hat sich nur wenig geändert.

Für alle Florian Silbereisen Fans: Nehmt es mir nicht übel, aber das musste jetzt mal gesagt werden!

Donnerstag, September 27, 2007

Hochzeitsreise

Wer mich kennt, weiss, ich bin immer ziemlich schnell - eigentlich in allem was ich tue. Vornehme Zurückhaltung oder damenhaftes Understatement liegt mir wenig bis überhaupt nicht. Die wenigen Versuche, die ich in diese Richtungen unternommen habe, sind immer kläglich gescheitert. Tja und letzte Woche traf mich die Erkenntnis "Oh, nun hast du den Anschluss aber echt verpasst" wie ein Schlag! Damit muss ich nun erstmal klar kommen - ok, um ehrlich zu sein, so vollbetroffen bin ich eigentlich nicht, aber ich versuche es zumindest, denn ich glaube, mit 38 wird das von mir erwartet.

Ich habe 3 Freundinnen, die schon seit Ewigkeiten in meinem Leben sind und mit denen ich viele gute wie auch schlechte Stunden teile. Zusammen sind wir über all die Jahre durch dick und dünn gerast, haben uns gestritten, wieder vertragen, zusammen Liebeskummer gehabt, Vodoopuppen gespickt und die Rätsel dieser Welt gelöst. Obwohl wir alle nicht mehr in einer Stadt leben ist der Kontakt immer geblieben und jede von uns weiss, wenn die Hütte brennt, sind die anderen da.



Eine Sache haben wir aber nie gleichzeitig hinbekommen. Wir haben es in all den Jahren nicht geschafft alle zum selben Zeitpunkt in einer Beziehung zu stecken. Eine tanzte immer aus der Reihe. Gut, Manu aussen vor - von gefühltem Faktor her würde ich sagen, sie ist mit ihrem jetztigen Ehemann und Vater meiner Pseudonichte zusammen seit sie 5 ist - stimmt aber nicht - erst seit sie 21 ist. Tina, die während unserer Studiozeit immer nur männlichen Kernschrott für ein paar Tage an Land zog, ist mittlerweile ebenfalls verheiratet, Mutter von zwei Kindern und so seit 6 Jahren mit ihrem Kerl zusammen. Ich hatte zwar wechselnde, aber doch immer lange Beziehungen in den Jahren und kurze Phasen als Solistin. Und bei Nele tummelte sich immer eher kurzfristig was und die Phasen dazwischen waren lang.



Tja und nun hat Nele am letzten Wochenende geheiratet. Und wer jetzt denkt, sie hat bestimmt so einen Restposten zum Mann genommen, wegen Torschlusspanik oder so irrt. Ne die haben aus Liebe geheiratet und das obwohl sie noch nicht einmal lange zusammen sind. Als gute Freundin bin ich selbstverständlich skeptisch gewesen und der heutige Ehemann wurde mehr als kritisch unter die Lupe genommen - aber dann doch für gut befunden. Selbstverständlich wurde er am Tag seiner Hochzeit darüber aufgeklärt, dass er uns anderen gleich mit heiratet - er hätte noch abspringen können, aber er hat durchgehalten. Guter Mann! Ich hätte es mir bestimmt überlegt, bei so einer Drohung. Gute Freundinnen sind schon ziemlich grauenvoll - die wissen immer alles und manchmal sogar noch mehr.





Jetzt bin ich die letzte von uns, die noch nicht verheiratet ist und die eigentlich schon als Teenie gesagt hat, sie will nicht heiraten. Seit letztem Wochenende bin ich aber ernsthaft am überlegen, ob es nicht vielleicht doch eine tolle Sache ist. Gut - so eine Hochzeit ist teuer, Scheidungen sind auch nicht wirklich billig und überhaupt, was hält schon ewig? OK - mit dieser Einstellung sollte ich wirklich die Finger davon lassen. Habe ich erwähnt, dass ich mich seit geraumer Zeit mit Händen und Füssen gegen emotionale Bindungen wehre? Das scheint der Angelegenheit auch nicht gerade förderlich gegenüber zu stehen. Nun fand ich diese Hochzeit aber so schön und rührend, dass ich doch mal in mich gehen werde - auch aus ganz praktischen Gesichtspunkten!! Ich war auf allen drei Hochzeiten, habe Geschenke gemacht. Dann kamen die Kinder und wieder gab es Geschenke. Von den Geburtstage der Mütter mal ganz abgesehen! Und ich??!! Ich komme da voll zu kurz - entweder ich feier jetzt mindestens 3 mal im Jahr meinen Namenstag und lass mich reich dazu beschenken oder aber ich heirate auch und bekomme kleine Rententräger.

Egal - kommt Zeit kommt Hochzeit - Hauptsache gut angezogen und das Haar sitzt!

Haben wir schon über meine romantische Seite gesprochen?

Bitteres aus dem Wald

Ok - ich bin echt in Verzug mit überflüssigen Beiträgen, die die Welt nicht interessieren, auf meinem Blog. Nachdem ich nun schon seit Wochen mit Gemecker überzogen werde, poste ich mal ein paar Geschehnisse der letzten Wochen.

Wie bereits im letzten Jahr zogen Bine und ich auch in diesem Jahr aus, um Pilze zu suchen. Im letzten Jahr eher zufällig und schlecht ausgerüstet, stampften wir diesmal ausgestattet wie die Profis durch den Sachsenwald. Messer, Behälter für Massen von Pilzen, Dino und viel Proviant im Rucksack. Pilze suchen und finden macht schliesslich hungrig und zart wie wir nun mal sind...ok lassen wir das.




Wir suchten uns also eine gute Stelle zum parken und stiefelten los - die Hälfte unseres Proviantes hatten wir bereits auf der Fahrt verdrückt. Den Weg entlang und irgendwann links in die Büsche geschlagen mit gesenkten Häuptern. In solch unterwürfigen Haltungen sieht man uns eher selten. Dino spielte Wildsau und erwies sich bei der Suche als wenig hilfreich. Ich hätte ihn einfach doch als Pilzspürhund ausbilden sollen - dann hätte er mir auch jeden Schimmelpilz in Wohnungen aufspüren können!

Hmmm - komisch, nicht ein Pilz weit und breit. Dabei hat mein Gemüsefritze noch gesagt, in diesem Jahr ist alles 4 Wochen früher da! Und ich meine jetzt nicht, dass wir nur keine Maronen oder Steinpilze gesehen haben, nein, wir haben noch nicht mal Fliegenpilze, Stinkmorcheln und anderes giftiges Zeug gefunden. Das einzige, was wir sahen, bzw nicht sahen aber reinrannten, waren Spinnen - und die in Hülle und Fülle! Die Biester fallen hoffentlich 4 Wochen früher in den Winterschlaf!

Frustriert mussten wir erstmal mit Mädchenbier zur Stärkung eine Pause einlegen. Wo können die Pilze nur sein? Vielleicht müssen wir auf die andere Seite des Waldes? Da hatten wir auf der Fahrt bereits andere Pilzesucher gesehen. Hmmm - aber ist es nicht eigentlich völlig egal, auf welcher Seite des Waldes man steht? Wir waren sehr unschlüssig. Da wir mit unseren Überlegungen nicht wirklich weiterkamen, setzten wir unsere Weg einfach mal weiter fort. Mittlerweile hatte uns der Ehrgeiz schliesslich gepackt - und wenn es nur ein einiziger Steinpilz ist, den wir finden und liebevoll teilen.



Plötzlich standen wir auf einer Art Wiese mitten im Wald - es wirkte fast wie ein Märchenwald - und da waren sie, die Maronen und Steinpilze! In Hülle und Fülle!! Durch den Wald schallten unsere lieblichen Stimmen "Bine hier" "Flavia da" - wir kamen gar nicht hinterher! Schnell füllten sich unsere Behälter und das Wasser lief uns im Munde zusammen. Mit sicherem Blick identifizierten wir die Pilze als STeinpilze und waren mehr als zufrieden mit uns! Es würde es Festmahl der Luxusklasse am Abend geben!





Tja - bis Bine nach dem Hund pfeiffen musste und angewidert das Gesicht verzog. "Du, meine Finger schmecken total bitter, ich glaube, wir haben Gallenröhrlinge gesammelt" - die sehen aus wie Steinpilze und riechen auch so - nur schmecken sie nach Galle - bitter eben. Einer dazwischen versaut das ganze Essen. Betrübt starrten wir unsere Sammlung an - so schnell platzen Träume.



Ok es hätte uns zu denken geben müssen, dass auf der Märchenwiese ganz viele ab - und durchgeschnittene Pilze lagen. In der uns eigenen Naivität erklärten wir dieses aber völlig einfach "Ach die hatten bestimmt schon ganz viele Pilze und brauchten diese nicht mehr".

Nein, das ist nicht naiv, das ist dämlich ;)

Montag, August 06, 2007

Pretty Woman light

Sonntags um 7 Uhr aufstehen zu müssen ist schon ziemlich hart. Es wird allerdings leichter, wenn ein Tag auf Sylt lockt. Also Time Fighting Produkte gegen Falten und Kloppsaugen in Hülle und Fülle auf das Gesicht auftragen und schon sieht man aus wie ein halber Mensch.

Auf Sylt rockt ja derzeit alles, was in Deutschland meint Rang und Namen zu haben. Diese Wochenende standen die 10. German Polo Masters Sylt auf dem Programm. Der Champagnerhersteller Lanson hat uns zu dieser sportlich anmutenden Veranstaltung eingeladen. Mit der Nord-Ostsee-Bahn ging es nach Keitum. Bis gestern wusste ich noch nicht mal, dass es diese Bahn gibt und um ehrlich zu sein, ich bin das erste und auch das letzte Mal damit gefahren. Diese Bahn hält an jeder Milchkanne und davon gibt es in Schleswig-Holstein eine ganze Menge. Die Stühle sind kerzengerade und überhaupt nicht für meine schlechte Körperhaltung geeignet. Ausserdem dauert die Fahrt 3 Stunden!!! Geht wirklich gar nicht!!
Es war ein bisschen wie Klassenfahrt, nur das von unser Begleitperson keine Lunchpakete verteilt wurden, sondern kleine Champagnerflaschen mit Strohhalm. Morgen um 10 schon mit dem Prickelwasser zu beginnen ist natürlich schwer bedenklich, aber andererseits kann man es auch medizinisch betrachten: Ein Mittel, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Man muss sich die Dinge nur schön reden.




Bei unser Ankunft am Veranstaltungsort entdeckten wir mit geschultem Blick einen Stand, der die ewige Jugend versprach. In unserem Alter muss man schliesslich schon an so etwas denken. Also hin da und einschmieren lassen. Diese Wundercreme kostet schlappe 4205 Euro - man kann fast von geschenkt sprechen. Angeblich sind irgendwelche Algen da drin, die sich tief in die Haut einarbeiten und nach 3 Monaten soll Frau aussehen wie in der Pubertät - wobei nicht erwähnt wurde, ob man nur so glatt ist wie in der Pubertät oder ob man Pickel hat wie früher. Meine Vermutung ist, in der Creme ist prehistorische Froschkacke, die von tibetanischen Jungfrauen in bisher unerschlossen Gegenden gesucht wird. Und die 5 Euro im Preis sind für die Verpackung - soll ja im Bad auch hübsch aussehen. Die Eincrememaus versprach mir, am Abend würde ich schon die ersten Erfolge ihrer Einschmierattake sehen. Ich bin gespannt.



Die angekündigte Prominenz hielt sich vornehm fern vom Platz. Boris Entrup, der Mann, der Deutschland next Topmodels verschönt, ob er wirklich prominent ist kann man diskutieren, hielt wacker die Stellung und beantwortete brav alle Fragen. An dieser Stelle ein dicker Dank! Heino Ferch hat sich, trotz versprochenem Interview, kurzfristig in Luft aufgelöst und wurde nicht mehr gesehen. Ich bot Johanna, die mangels Promis in arger Bedrängnis war, an, mir einen riesen Hut und ne fette Sonnenbrille zu leihen und als die bekannte Millionärsgattin Frau Müller-Schneider aufzutreten, um ihr ein paar völlig überflüssige und unqualifizierte O-Töne zu geben - aber irgendwie war ich nicht überzeugend genug.





Es war trotzdem interessant, die Besucher zu beobachten. Viele der anwesenden Damen müssen sich am Abend zu vor noch mal Pretty Woman angeschaut haben. Pünktchenkleider, grossen Sonnenbrillen und Hüte in Hülle und Fülle. Die Gesichter alle hübsch Botox-lahmgelegt, die Lippen schön bis zum Anschlag aufgespritzt - irgendwie muss es ja zu schaffen sein, wie Julia Roberts auszusehen. Aber eigentlich sah es eher aus, als wären ein paar Figuren aus einer Geisterbahn geladen wurden.

Ziemlich kaputt und müde traten wir am frühen Abend die Rückfahrt an. Ich stelle fest, ich sehe noch genauso aus wie am frühen morgen! Der Moment, an dem ich aussah wie 15 habe ich wohl verpasst - also muss ich die teure Creme kaufen.




Samstag, August 04, 2007

Party im Sommerloch

Das mediale Sommerloch hat uns fest im Griff. Wäre ich nicht kürzlich noch im Umzugsstress gewesen, ich hätte wahrscheinlich gar nicht gewusst wohin mit meiner ganzen freien Zeit. Man entwickelt sich mehr oder weniger freiwillig selbst zum Partyluder und muss im Sommerloch einen ganz fiesen Entzug durchmachen. Übrigens, meiner Meinung fängt das Sommerloch in jedem Jahr früher an und endet später. Geht es so weiter müssen wir, die in diesem Bereich arbeiten, uns irgendwann doch ein Privatleben suchen.

RTL erlöste uns kurzfristig aus der Therapie und rief alles, was meint Rang und Namen zu haben nach Hamburg. War das Wetter bis Montag ziemlich scheusslich und frisurenfeindlich, erstrahlte der Dienstag in praller Sonne und verlieh dem Miniatur-Roten-Teppich einen auch von Glamour - Hobbyglamour! Die obligatorische Meute aus Fans, Autogrammjägern und Gelangweilten stand bereits in Reih und Glied und wartete auf die Ankunft der Stars. Ich frage mich immer noch, ob die eigentlich dafür bezahlt werden oder ob die freiwillig dort stehen! Ok - sind sind jung - aber bekommen sie wirklich Geld???!!

Egal - der grössere Teil von uns schien eher aus privaten Gründen dort zu sein. Eine Redaktion sah aus, als hätten sie ihr Sommerfest dorthin verlegt. Wir Mädels gröhlten in mindestens 300 Dezibel um die Wette, über das Niveau der Gespräche kann man streiten. Eine Zeitlang sass meine männliche Begleitung als Quotenmann zwischen uns, er hatte uns noch nie erlebt und wahrscheinlich ist er an dem Abend nach Hause gegangen mit dem festen Vorsatz grössere Ansammlungen von Frauen in Zukunft zu meiden. Aber er hat sich wacker geschlagen und darf wieder mitkommen. In unserem kleinen Eckchen war man weitesgehend Prominenten verschont, konnte in Ruhe Sushi und Schnitzel verspeisen und an der Vernichtung alkoholischer Getränke teilnehmen.

By the way - nein ich bin nicht schwanger und habe auch keine 30 Kilo zugenommen! Kleider dieser Art sind der letzte Schrei, da sie von Stixies, Normalos und Ulla Popken Trägerinnen gleichermassen eingesetzt werden können.








Nur damit keine falschen Eindrücke entstehen. Ein paar von uns haben natürlich doch gearbeitet.



Sonntag, Juli 29, 2007

Ich habe fertig

Der Umzug ist vollbracht und Möbel wie Mensch haben alles ohne bleibende Schäden überstanden. Ich gebe zu, letzte Woche Samstag sah ich Bine und mich schon ganz alleine die Möbel schleppen. Der pünktliche Mietboy entpuppte sich als kleines schmächtiges Männchen, dabei stand in der Beschreibung extra drin starke Oberarme und gut trainierte Beinmuskulatur, der zweite glänzte durch Verspätung, mein Bruder verspätete sich ebenfalls und Johanna sass beim Friseur fest. Ach ja und Nummer 3 der Mietjungs musste noch Fisch ausfahren. Der Plan, Bine und ich mit einem Glas Champus in der Hand nur Anweisungen gebend löste sich in Luft auf. Egal - irgendwann waren alle da und innerhalb von 4 STunden war eine Wohnung leer und die andere voll.

Johanna räumte liebevoll meinen Schrank ein, weiss jetzt, dass ich mindestens 20 Socken ohne passendes Gegenstück habe, und ich bin auch nach einer Woche noch damit beschäftigt, mich in meinem neuen Schrank zurecht zu finden. Aber wird schon.

Der erste Alkohol wurde selbstverständlich schon am Samstag vernichtet und seit dem stapeln sich hier die Flaschen. Als am Mittwoch meine Mutter zu Besuch kam, hielt ich es doch für sinnvoll, zumindest die ersten 20 Flaschen wegzuschmeissen. Nicht das noch jemand denkt, ich trinke zu viel.

Dienstag kamen meinen neuen Möbel. Ich liebe diese Zeitangabe bei Lieferungen "Zwischen 14 und 18 Uhr" - und natürlich kamen sie auch erst um 17.30. Erst wurden die Einzelteile des Sofas reingetragen, dann der Esstisch - tja und wo sind meine Stühle???!! Die sind nicht auf Lager - erst wieder im Oktober. Ja ne schon klar, ein Tisch ohne Stühle bringt mich richtig weit nach vorne. Sitzen ist eh überbewertet und macht einen breiten Hintern. Ein bisschen Stress gemacht, mich aussergewöhnlich zickig präsentiert und siehe da - jetzt habe ich meine 4 Stühle! Zicken kommen immer ans Ziel, ich habe es ja geahnt!

Beim Zusammenbau des Sofas zeigte sich, Bauanleitungen werden nicht für Frauen geschrieben! Es ist schliesslich allgemein bekannt, dass Frauen nichts mit dreidimensionalen Zeichnungen anfangen bzw. die in die Realität übertragen können. Nach grossen hin und wieder her, über "Bine, es wackelt, ein Fuss ist zu kurz" bis zu "Oh - doch nicht zu kurz, ein Fuss steht auf dem Sockel der Lampe" stand das Biest irgendwann aufgebaut im Raum. Tja und was soll ich sagen? Das Sofa ist zu gross - also wieder auseinanderbauen, die kurze Seite an die kurze Wand und den Ottomanen zweckentfremden - und nun passt alles und wackelns tut nichts. Man glaubt es kaum, am allerliebsten würde ich Abdeckplane über meinen Traum in hellbeige legen - damit da ja keine Flecken kommen. Am besten, ich verteile Kissen auf dem Fussboden und meine Besucher müssen mit diesen Vorlieb nehmen.

Das hätte ich Mittwoch auch mit meinem neuen Stuhl tun sollen. Keine 24 Stunden aufgebaut und schon befleckt! Die liebe Johanna hat Einweihung und Taufe leicht durcheinander gebracht und mal locker nebenbei ihr Bier über den Stuhl gegossen. Vom Fettfleck auf meinem neuen Tisch möchte ich jetzt gar nicht anfangen zu berichten. Dafür hat sie jetzt etwas eigenen in meiner Wohnung, einen STuhl, den sie nach Herzenlust vollsauen darf.

Seit Donnerstag läuft das Telefon und auch das Internet wieder. Ein Traum!!! Man fühlt sich wirklich total amputiert ohne Verbindung zu Aussenwelt. Was habe ich eigentlich früher mit meiner Zeit angefangen, als es noch keine Handies und kein Internet gab???? Kann mich gar nicht mehr dran erinnern. War bestimmt stinklangweilig.

Fehlen tut immer noch mein TV Anschluss. Kabel Deutschland erweist sich in dieser Angelegenheit als nicht sonderlich an Kundenbindung interessiert. Ich habe mich extra für die teure Variante eines Vertrages entschieden, damit ein Techniker kommt, und mich hier anschliesst. Zur Belohnung habe ich einen Termin am 17.8.07 bekommen. Auf meine Frage, ob das ein Witz sei folgte ein sehr überzeugendes "Nein, ist es nicht". Ich bin ziemlich sicher, man erhält in Zentralafrika schneller einen Telefonanschluss! Kabel versprach sich um mein Problem zu kümmern und versprach mir Rückrufe - ich warte noch heute. Dieses Unternehmen ist auf jeden Fall mal überhaupt nicht zu empfehlen!! Dafür komme ich jetzt endlich dazu mir die Filme auf DVD anzuschauen, die ich im Kino verpasst habe. Naja nicht verpasst, ich gehe ja gar nicht ins Kino.

Die erste Woche in der neuen Wohnung liegt hinter mir, es gefällt mir ausgesprochen gut hier und ich schlafe hier ganz wunderbar. Etwas stutzig macht mich, dass ich hier im Haus noch niemanden gesehen habe und auch nie etwas höre. Sollten sich in Kürze komische Gerüche im Hausflur sammeln, bin ich auf einen Friedhof gezogen.

Samstag, Juli 21, 2007

Auszug, Einzug und körperliche Beschwerden

So, die letzte Nacht in der Wandsbeker Chaussee habe ich hinter mich gebracht. Anrührig wie ich manchmal bin, dachte ich eigentlich, ich würde nicht schlafen können, weil ich doch von leichter Trauer ergriffen bin, die letzten 5 Jahre Revue passieren und ähnlich sentimentales Zeug. Schlafen konnte ich auch tatsächlich nicht - das lag aber an Christina, die mich, ich war gerade eingeschlafen, in ihrem Sommerfestbrausebrand mitten in der Nacht aus dem Bett holte. Sie konnte bestimmt ganz prima schlafen - ich wälzte mich schwer entnervt bis 4 Uhr morgens rum. Da man mit 38 aber auch schon zu den älteren Semestern gehört und unter seniler Bettflucht leidet macht es ja nichts, wenn der Wecker um 6 Uhr klingelt. Toll verkloppst sah ich aus und das ganz ohne Alkohol.

Endlich ist alles gepackt - ok, winzig kleine Kleinigkeiten fehlen noch, aber die fliegen jetzt unsortiert in einen Karton.

Der Staub der hier immer noch zum Vorschein kommt, bringt mich noch um. Der sitzt echt überall, in den Haare, am Tshirt, in den Ohren, in der Nase, die Hände sind dreckig etc. Wahrscheinlich hätte ich schon früher einfach mal die Möbel wegrücken sollen, um zu saugen. Es grenzt nahezu an Schwachsinn, dass ich jetzt ständig mit dem Staubsauger durch die Wohnung fege.

Ich glaube, ich habe in den letzten Tagen einen Stiernacken entwickelt. Nicht wirklich sexy, aber vielleicht kann ich jetzt damit ins Guinessbuch der Rekorde kommen. Baumstämme stemmen mit dem Nackenmuskel - oder so.

Der Rechner geht jetzt aus - die nächsten Tage bin ich ohne Verbindung. Süchtig wie ich bin, werde ich sicherlich ein Internetcafe aufsuchen, um doch ein wenig schauen zu können.

Freitag, Juli 20, 2007

1 Tag vor Auszug

Der Countdown läuft - und ich hoffe, niemand erwartet ernsthaft von mir, dass ich um 22.51 schon alles ordentlich in Kisten verpackt habe.

Heute kamen die Jungs vom Sperrmüll, um den grössten Teil meiner Möbel zu entsorgen. Die hätte ich mal als Umzugshelfer engagieren sollen, die waren ja so was von fix und sind bei meinem elendig schweren Stahlregal, Gott hab es selig, noch nicht mal ins Schwitzen geraten. Nur die Waschmaschine trieb ihnen einen Hauch von Farbe ins Gesicht.

Als ich mir heute morgen einen Kaffee kochen wollte, stellte ich fest, die Tassen sind alle schon in der neuen Wohnung. So ein Mist aber auch, wenn ich morgens keinen Kaffee habe, bin ich echt ungeniessbar. Gott sei Dank stand der leere Pappbecher von McDoof vom Abend vorher noch hierum - kurz ausgespült und schon entstand ein Gefühl von Coffee to Go.

Noch ein bisschen geräumt und gepackt und nun ist es fast übesichtlich. Nur meine 5 Millionen Kleidungsstücke müssen noch in Müllsäcke entsorgt werden. Neeee nicht für Müll, sondern für Kleiderschrank ;)

Muskelkater habe ich mittlerweile im ganzen Körper, auch an Stellen, von denen ich bisher nicht ahnte. In den letzten Tage habe ich festgestellt, ich habe zwar Ausdauer, aber irgendwie zu wenig Muskeln bzw. Muskeln an den falschen Stellen. Also ab zum Sport - ab Montag oder so.Dem körperlichen Verfall ein Ende!!!

So nun hoffe ich mal, dass all meine Umzugshelfer morgen fröhlich ohne Bandscheibenvorfälle, Hexenschüsse und ähnliches Zeug zum Dienst erscheinen. Erste Amtshandlung für mich morgen - Transporter abholen. So ein riesen Teil, wo man nur über Aussenspiegel fahren kann!! Und das, wo ich bekennender Rückspiegelfahrer bin!

2 Tage vor Auszug

Mittlerweile geh ich am Stock! Wenn in dieser Woche nicht wenigsten ein paar sensationelle Oberarmmuskeln entstehen, bekomme ich Schreikrämpfe! Im nächsten Leben werde ich auch einen anständigen Beruf erlernen - Redakteurinnen in Sachen Klatsch und Tratsch sind ja wirklich zu nichts zu gebrauchen!
Christina und ich haben die Wohnung so gut wie in die Kartons gestopft und ich sehe Licht am Ende des Tunnels. Im Moment stehen 7 gefüllte Müllcontainer gegen 20 gepackte Kartons. Grossartig, wie und was man so entsorgen kann.
Unbekanntes Leben habe ich jetzt auch endlich gefunden in Form einer ziemlich ekligen Spinne mit 10 Kilometer langen Beinen!! Bäh! Die bleibt hier!

In einem Regal in der Küche war meine Kleingeldsammelstelle - Christina hat sich die Mühe gemacht, dieses zu rollen. Was für eine Scheissarbeit und es ist erstaunlich, wo ich überall Kleingeld rumfliegen habe!!! Selbst unter eine rausgebrochenen Laminatleiste fanden sich 2 Cent! Egal das Ergebnis zählt - 384 Euro!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Meine neuen Möbel sind finanziert!

3 Tage vor Auszug

Die studentischen Umzugshelfer sind gebucht - warum hab ich das eigentlich nicht gleich gemacht? Am Mittwoch habe ich viel gelernt - z.B. das Studenten 25,- Euro die Stunden haben möchten, weil sie schon "Erfahrung" in Umzügen haben. Ich frage mich, welche Erfahrung braucht man, um einen Karton aus einer Erdgeschosswohnung zu tragen, in einen Transporter zu stellen und dann in der neuen Wohnung alles wieder ausladen? Bei 25,- erwarte ich dann aber auch, dass sie mir jedes Teil einzeln hochtragen - und ich habe dann nicht den Stress mit Kartonspacken. Besonders schön waren die anonymen SMS, die über ein Emailaccount geschickt wurden - es sei eine Frechheit, dass ich nur einen Hungerlohn zahlen würden. Ich elender Ausbeuter. Ich wechsel in die Politik.

Dienstag, Juli 17, 2007

4 Tage vor Auszug

Der Samstag rückt unaufhaltsam näher. Ich gleiche mehr denn je optisch einer polnischen Putzfrau (ich habe doch gewusst, irgendwann zeigen sich meine Vorfahren in meinen Gesichtszügen). Wieviel Staub kann man eigentlich in einer Wohnung haben? Wenn es so weitergeht, stosse ich noch auf unbekanntes Leben in meiner Wohnung. Neuer Entschluss: In der neuen Wohnung habe ich eine Putzfrau!

Montag, Juli 16, 2007

Die Freuden eines Neuanfangs

Am Samstag ist es nun so weit - ich ziehe in meine neue Behausung! Der organisierte Mensch hat sicherlich zu diesem Zeitpunkt schon alle Kartons gepackt, Helfer sind festgebucht, die Renovierungen so gut wie abgeschlossen. Bei mir ist mal wieder alles ganz anders.

Das sogenannte Sommerloch hat mich leider vergessen und die letzten Wochen standen im Sinne der Arbeit. Anfänglich war es nicht so schlimm, aber vor ca. zwei Wochen kamen mir doch langsam, aber sehr sicher, die Zweifel, was meine Orga angeht. So gar kein gepackter Karton, so gut wie nichts bereits aussortiert, keinen Umzugswagen gebucht, mich nicht mehr um einen Maler gekümmert, wollte ja der Vater machen etc.

Und nun sitze ich da - der Maler hat abgesagt, aber man hat vergessen mich zu informieren. Der Sperrmüll kommt am Freitag, aber dank der Absage reisst niemand das Laminat raus. Diejenigen, die noch letzten Monaten brüllten "klar helfe ich dir" scheinen im Bermudadreieck verschollen gegangen zu sein, Studenten arbeiten nicht mehr für 9 Euro bar auf die Hand und die Kartons haben sich auch noch nicht von alleine gepackt.

Aussortiert habe ich allerdings mittlerweile Säckeweise - was hab ich doch im Laufe der Jahre für einen Scheiss gehortet. Mal ganz von den Dingen abgesehen, die schon seit 10 Jahre mit umziehen, aber seit 10 Jahren nicht mehr benutzt werden. Ich frage mich ernsthaft, wo ich den ganz Kram eigentlich gehortet habe auf meinen 54qm!! Unglaublich!

Es finden sich aber auch die langvermissten Dinge wieder an. Wie z.B. ein sehr wertvolles Schmuckstück, welches ich vor 5 Jahren, nämlich beim Einzug in diese Wohnung, meinte verloren zu haben. In irgendeiner alten, längst nicht mehr benutzten Handtasche dümpelte es!
Na und dann die Klamotten, die noch die Preisschilder dran hatten!! Sensationell! Die müssen aus meiner schlanken Phase sein so klein wie die Teilchen sind. Meinen Reisepass habe ich wiedergefunden. Und meine alte Kuschelstoffkatze aus Kindertagen - da wurde mir glatt warm ums Herz.

Natürlich findet man auch Dinge, die man gar nicht mehr sehen will. Dachte ich doch am Samstag, ich hätte alles, was mit meinem letzten männlichen Mitbewohner zu tun hatte, euphorisch entsorgt, Erinnerungen müssen ja nicht immer mitgenommen werden, fallen mir heute Fotos unseres letzten gemeinsamen Urlaubs in die Hände. Mal davon abgesehen, dass ich ihn gar nicht mehr sehen wollte, noch viel weniger wollte ich meine Fleischeroberarme, die ich zu dem Zeitpunkt hatte, sehen. Bilder schnell zerrisen und weggeschmissen!

Überhaupt habe ich sehr viel entsorgt - der grösste Teil meiner Möbel fliegt raus. Hat schon was - wer will denn noch den Schrank haben, den er schon mit 18 hatte!!?? Also das Entsorgen macht mir definitiv am meisten Spass, vorallem weil es so schnell geht. Mit einem Wisch ist alles weg.

Kartons packen ist allerdings wie Koffer packen - da bin ich nur mässig begabt. Einfach alles reinschmeissen, scheiss auf Platzmangel. Natürlich ist auch das Wetter passend zu dieser schweisstreibenden Arbeit heiss geworden - und wenn ich jetzt nicht ein paar Pfunde verlieren, dann weiss ich auch nicht wie man sie verlieren könnte!

Da fällt mir ein - im Keller war ich noch gar nicht ;(

Sonntag, Juli 15, 2007

Der TÜV - das unbekannte Wesen

Bis vor ein paar Tagen war ich noch der Meinung, Frau können alles, was Männer auch können - wenn sie es denn möchten. Schon meine Mutter sagte, ich kann werden was ich möchte. Selbstverständlich habe ich auch regelmässig fröhlich in der Gegend rumtrompetet, ich brauche keinen Mann zur Unterstützung - ich komme auch alleine über die Strasse.

Und dann kam der letzte Dienstag und mein Weltbild ist arg ins wanken gekommen! Aber eigentlich fängt die Geschichte schon viel früher an.

Vor drei Wochen klebte ein nettes Zettelchen an meinem Wagen auf dem Stand TÜV und ASU seien bereits im Februar fällig gewesen. Clever wie ich bin, checkte ich kurz die Aufkleber und siehe da - da steht 12/07! Ich habe mir doch schon gedacht, dass der Polizist nicht lesen konnte. Fröhlich den Zettel ignorierend fuhr ich weiter durch die Strassen. Doch dann kam der Anruf meiner Mutter - das Verkehrsamt hat mir geschrieben! Sofort klärte ich meine Mutter über die Unfähigkeit des Polizisten auf - aber irgendwie hatte ich ein mulmiges Gefühl. Damit niemand in meinem Bekanntenkreis merkt, wie unsicher ich bin, fragte ich einen Herren auf der Strasse, ob er mir mal kurz sagen könnte, wann ich TÜV hätte öhm Februar/07. Bestimmt hat mir niemand in der Fahrschule gezeigt, wie man diese Plaketten liest!

Letzten Dienstag musste ich nun endlich zum TÜV. Auf der Website hatte ich mich schon informiert, was ich alles mitbringen muss und was steht da?? Den Zettel der letzten Hauptuntersuchung muss man mitbringen. Shit - wo habe ich den wohl hingelegt? Man kann bei mir ja nicht wirklich von guter Sortierung in Aktenordnern sprechen. Der Zettel blieb verschwunden.

Ich reihte mich brav in die Schlange der Wartenden ein und wartete und wartete. Anscheinend sind noch ein paar mehr erwischt worden oder aber kurz vor den Sommerferien ist ein denkbar schlechter Zeitpunkt für den TÜV. Irgendwann dachte ich mir, ich müsste ja vielleicht auch jemandem sagen, dass ich da bin. Kurz rumgeirrt, aber dann doch den Stand gefunden. Oh super - ein Mann als Ansprechpartner!! Ich sah zwar aus wie frisch vom Kartoffelacker, aber Augenklappern hab ich immer gut drauf. Ich erzählte ihm eine wilde Geschichte, von wegen der Ex, der alle Unterlagen mitgenommen hat, mir nie wieder gegeben hat und klapperte wie wild. Der freundliche Herr TÜV hörte interessiert zu, warf an passenden stellen ein "Ja,versteh ich" und "Nein, so was macht man ja auch nicht" ein und ich war sehr siegesicher - bis der Satz kam "Frau F. jetzt lügen Sie mich aber an! Sie haben einen Neuwagen, sie hatten noch nie TÜV und folgedessen auch keine Bescheinigung". BOMBE! Sehr peinliches Veranstaltung, aber wer ahnt denn schon, dass ich noch keinen TÜV hatte??!! Da waren schliesslich Plaketten drauf also muss ich doch - oder so.

Die Peinlichkeit nahm ihren Lauf. Irgendwann war ich dann an der Reihe und es hiess "So und jetzt bitte mal den linken Blinker" - Frau F. den linken Blinker! Ach so ja rechts und links da war ja was mit dem Daumen oder so. "So Frau F. jetzt bitte mal den Nebelscheinwerfer" - Bitte was?? So was hab ich nicht! Echt nicht! "Das kann nicht sein, natürlich haben sie einen - oder was glaube Sie wofür dieses Symbol steht?" - Hmm stimmt, hab ich mich immer schon gefragt, was das wohl bedeuten könnte.

Mich dünkt, die haben mich für ziemlich dämlich gehalten und was soll ich sagen? Recht haben sie! Die ganzen letzten Jahre habe ich mich um so was wie TÜV nie kümmern müssen, dass hat immer der Ex gemacht - tja und nun klappt nichts mehr ohne Kerl im Haus oder wie???!! Fazit: Ich muss an mir arbeiten!

Dienstag, Juni 12, 2007

Aus der Matrix

Liebe Mrs. Matrix,

oft versprochen, nie umgesetzt - ein Blog, nur für Sie allein - und all die aufmerksamen Leser, die Sie auf meinen Blog aufmerksam gemacht haben.

Seit Monaten nun bin ich der Tumor in Ihrem Kopf, der in Ihnen nagt, wächst und Ihnen viel echter Lebensfreude raubt. Hass, Neid, Missgunst waren noch nie gute Berater.

Durch Sie ist mir ein Spruch derzeit sehr allgegenwärtig "Mehr Schein als Sein". Nach aussen wirken Sie immer so freundlich, souverän, ja Sie versuchen sich als "Gutmensch" darzustellen, dem Ungerechtigkeit, soziale Projekte und Sachkompetenz am Herzen liegen. Das ist der Schein!

Das Sein sieht ganz anders aus. Da sitzen Sie oben bei Mutti, frustriert vom Leben und sozialer Erfolglosigkeit. Es ist niemand da, den Sie dominieren können, der sich etwas von Ihnen sagen lässt. All dieses nicht real ausgelebte versuchen Sie im World Wide Web zu finden. Dort haben Sie sich zum Ziel gesetzt, zerstörerisch zu wirken - ja, Sie haben sogar zugegeben, Sie wollen bestimmte Personen manipulieren und gewisse Dinge sprengen. Sie ziehen durch das Netz und verspritzen Ihr Gift - immer in der Hoffnung, jemanden zu finden, der nicht immun ist. Manchmal gelingt es - oft gelingt noch nicht einmal das. Sie denunzieren, Sie lügen, Sie versuchen, emotional zu erpressen. Niemals in der Öffentlichkeit - denn da gibt es ja den Schein - immer im Hintergrund, da wo niemand hinschaut. Das ist das Sein!

Versprüht man zu viel Gift fliegt es irgendwann auf einen selbst zurück. Es gibt so viele völlig immune Menschen - Menschen, die über ein gutes Selbstbewusstsein verfügen, die wissen, was Recht und Unrecht ist, die sich nicht manipulieren lassen und die damit an die Öffentlichkeit gehen, wenn es sein muss. Aufrechte Menschen eben. Sie haben mit infamen Lügen meinen Ausschluss beantragt, waren sich für keine Verleumdung zu schade.

Gesammelte Werke wurde kürzlich an den Ort übergeben, an dem Sie so gerne als Gutmensch darstehen. Nicht alle löschen Ihre Mails, nicht alle leiden an Vergesslichkeit - und nicht alle möchten zusehen, wie Denunzianten und Lügner ihr Unwesen treiben. Das Unternehmen reagierte besonnen und nun, bin ich wieder hier - in meinem Revier. Das Spiel, Ihr Spiel ist durchschaut und der Schein hat Risse bekommen.

Vielen Dank, dass Sie mir zutrauen, so kreativ zu sein, noch weitere Seiten als diese zu betreiben. Wie der aufmerksame und wissende Leser allerdings weiss, handelt es sich nur um eine Verlinkung auf eine Website - und deren Betreiber sind klar und deutlich im Impressum nachlesbar. Vielen Dank auch, dass Sie versuchten, einen Single-Mod dahingehend zu beeinflussen, dass er mich entfernt. Ihre Aktion hat mir eine sehr nette Freundschaft gebracht. Auch die Bekanntschaft einer mir immer sehr kritisch gegenüberstehenden Person verdanke ich Ihnen - Sie schrieben mir seinerzeit von ihr und baten, Sie niemals als Mitglied in einer Gruppe aufzunehmen. Wie ich mittlerweile weiss, ist die Dame ein anderer Tumor, der in Ihnen nagt. Und was soll ich Ihnen sagen? Auch die Dame und ich verstehen uns blendend. Was ein offenes Wort doch so bewirken kann. Vielen Dank auch, dass Sie meinen und verbreiten, ich hätte in Sachen Mann-Akquise das selbe Tempo wie Sie - aber leider kann ich mich in diesem Bereich nicht mit Ihnen messen. Ich bin da sehr spiessig und äusserst monogam. Von wählerisch mal ganz abgesehen.

Liebe Mrs. Matrix, suchen Sie weiter nach der Gruppe, die zu Ihnen passt. Bei über 4000 Gruppen sollte noch die ein oder andere dabei sein, in der Sie noch nicht waren und kein Gift verspritzen konnten. Besuchen Sie weiterhin meinen Blog, machen Sie weiterhin Werbung für mich. Leider kann ich Ihnen nicht geben, was Sie sich wünschen. Sie sind nicht mein Tumor, Sie sind nichts, an das ich denke und das an mir nagt. Für mich sind Sie einfach nur Sad sad Mrs Matrix - für Menschen wie Sie zünde ich Kerzen in den Kirchen an.

Nachdem alle betroffen Personen informiert sind, blieb nur noch der Weg über den Blog, um auch Sie davon in Kenntnis zu setzen.

Donnerstag, Juni 07, 2007

Personenbeschreibung des Tages

"Die sind aus wie eine Birne - unten mindestens zwei Nummern grösser als oben. Ausserdem hat sie mit einem Pferd gepokert und das Gebiss und den Arsch gewonnen."

So anschaulich können nur Männer Frauen beschreiben. Kurz, anschaulich und auf den Punkt gebracht.

Mittwoch, Juni 06, 2007

Leben auf der Autobahn

Jetzt weiss ich es genau - ich bin noch nicht in dem Alter, in dem man mit weniger Schlaf auskommt! Sprich, die senile Bettflucht hat sich noch nicht eingestellt. Um 5 Uhr morgens aufstehen ist schon ziemlich pervers. Vorallem, wenn man den Abend vorher noch gefeiert hat und mindestens ein Glas schlecht war. Aber hilft ja nichts - ein Shooting im Nirgendwo steht an. Mein Neuzugang in der PR muss schliesslich abgelichtet werden, damit die Welt und ich uns an ihm erfreuen können. Und ich muss sagen - ein sensationelles Ergebnis, welches in Kürze in einem People Magazine meines Vertrauens in Auszügen bewundert werden kann.

In Wuppertal angekommen erfuhr ich, dass Jens nächste Woche nach für ein Shooting nach Mexiko fährt, ein anderer Kunde von mir rief an, um mitzuteilen, er dreht nächste Woche in Paris - und ich???? Wuppertal und am Donnerstag Rostock! Also irgendwie habe ich mir das auch anders vorgestellt. Mich verschlägt es bei Produktionen immer an so seltsame Orte wie Balingen, Ilmenau und ähnlich unbekannte Orte.

Ich war schon sehr froh, als es wieder Richtung Zivilisation ging, auch wenn die Rückfahrt durch ein kleines Schläfchen an einer Raststätte etwas länger dauerte. Ich Schwächling!








Dino, der alte Sack, ist einer der meist fotografierten Hunde der Welt und sehr Shooting erfahren. Souverän versuchte er in die Motive zu rennen, immer in der Hoffnung mit aufs Bild zu kommen. War diesmal aber nicht möglich - aber um ihn nicht um sein eigenes Bild zu bringen.... Hut und der alte abgenagte Wuppertaler kamen allerdings nicht so an. Egal - dabei sein ist alles - selbst in Wuppertal! Da will man eigentlich noch nicht mal beerdigt sein.




Mein Leben im Rechner

Jahrelang hörte ich von den IT Fritzen meiner ehemaligen Redaktion "Keine Getränke vor den Notebooks". Selbstverständlich habe ich mich nie dran gehalten und es ist auch nie etwas passiert. Bis letzten Montag! Nachts bzw in den frühen Morgenstunden des Montags am Rechner, dabei wild telefonierend und Kaffee trinkend - eine Handbewegung und der Inhalt meines Bechers ergoss sich über mein Notebook. Soviel zum Thema "Frauen sind multitaskingfähig" - alles gelogen oder aber, ich gestikuliere einfach zu wild. Der Bildschirm wurde schwarz und die Kiste machte keine Mux mehr. Trotz aller Warnungen stehe ich in Sachen "Datensicherung" auch nie in erster Reihe - und von einem Moment auf den anderen kam mir der Gedanke "Sie hatten alle Recht". Im Bruchteil einer Sekunde malte ich mir mein Leben ohne Rechner und sämtlichen Kontaktdaten etc aus - und hätte heulen können. Aber hilft ja nichts - Fön geholt und die Kiste liebevoll gefönt. Irgendwann war ich des Fönens unlustig und ging mit Stossgebet ins Bett.

Erste Amthandlung nach dem Aufstehen Rechner anschmeissen - und sie da - er fuhr hoch und alle Daten waren noch da!!!! Ok die Tastaur zickte und jedem geschriebenen Wort fehlten ein paar Buchstaben. Mittags brachte ich das Biest zu einem Computerladen um die Ecke - erklärte mein Problem und für 35 Euro wurde mir versprochen, die Tastatur zu reinigen. Tja doch als ich nach 3 Stunden wieder kam, teilte man mir mit, das Notebook will meine Tastatur nicht mehr und ob ich schon am Rechner rumgeschraubt hätte und das Bios hätte die Einstellungen verändert. Lachhaft, ich kenne meine Grenzen und einen Schraubziehen besitze ich auch nicht. Bios? Ich kenne nur Bier oder Bionade! Vor lauter nervlicher Anspannung, ich musste Abends zu einem Termin, produzierte ich erstmal einen Wutanfall und drohte mit allem was mir einfiel. Mich dünkt, ich war dem Computerfritzen etwas unheimlich in meiner aufgeblasenen Art mit hochroter Birne - er schickte mich für 1 Stunde wieder weg. Was tut Frau in Momenten mentalen Stress? Richtig - sie geht zum Friseur! Nicht das man das sehen würde, aber es gibt mir ein gutes Gefühl. Pünktlich nach 60 Minuten, mit Plan B im Gepäck, stand ich wieder auf der Matte - ok die Tastatur funktioniert immer noch nicht wirklich, aber Dank einer externen Tastatur kann ich wenigstens wieder arbeiten. Und Mittwoch gehe ich zur Datensicherung!!!!

So konnte ich, wenn auch leicht genervt und gestresst, doch noch zur Hamburg Media Night im Nox. Den Champus und die Schnittchen habe ich mir noch nie so verdient wie an diesem Abend. Völlig Banane, dass ich am nächsten morgen um 5 Uhr aufstehen musste um nach Wuppertal zu fahren!






Ich bin nicht sicher, ob die aufgerissenen Augen zur linken und die halbgeschlossenen zur rechten das Ergebnis von einem Glas zu viel sind oder ob wir nicht einfach nur den Anweisungen des Fotografen gefolgt sind, der was von offenen Augen faselte. Egal wie - sieht schön bescheuert aus.




Und ich sach noch "Der kommt in den Blog" - Man(n) sollte einfach nicht mit fremden Kameras spielen ;)

Freitag, Juni 01, 2007

Familienschüsseln im Beachclub

Sonne in Hamburg! Nach dem Mistwetter der letzten Tage eine wirkliche Erholung für die Seele und das verblassende Braun im Gesicht.

Sah ich mich gestern noch mit meinen flotten Gummistiefeln und einem Friesennerz im Hamburger del Mar Beach Club zur Vorstellung des neuen Golf Variant, konnte ich mich heute doch in Rock und Top schmeißen.

Ein angesagtes Autohaus in Hamburg hatte sich mit der Location und dem Essen wirklich Mühe gegeben. Leckere Getränke, tolles vom Grill und ein schönes Salatbuffett trösteten mich über das langweilige Auto hinweg. Es ist eine Familienschüssel ohne Charme und Esprit – und dann war das Ausstellungsauto auch noch dunkelblau. Ein der wohl langweiligsten Farben bei Autos. VW sollte sich wirklich mal ein paar ganz kreative Köpfchen holen, um wirklich schicke Auto zu designen. Ich bin ja nun wirklich kein Autoexperte, meines muss fahren können und etwas für das Auge bieten. Ach ja und ich bin Fan von tausend Ablagemöglichkeiten in meinem Wagen! Da ich also nach Optik und Preis gehe würde ich mir den Golf Variant wohl niemals kaufen.

Ein paar der anwesenden Damen und Herren fielen durch ihre Poloshirts in Orange auf. Auf denen Stand G 07. Jörg und ich rätselten, was das denn sein möge. Eine Protesthaltung gegen das bevorstehende G8 Treffen? Das hätte ich ja mal ziemlich cool gefunden – aber VW halte ich eher für ziemlich uncool. Hmm was dann? Es stand noch was von Ocean Racer darunter- vielleicht Sponsor einer Hochseeregatta? Wissenslücken müssen gefüllt werden und ich sprach eine der Trägerinnen an. Alles ganz anders! G07 steht für Golf 2007! Da hätte man ja fast selbst drauf kommen können.



Deutschlands Teenager

Bisher kannte ich The Dome nur aus dem Fernsehen und auch da nur flüchtig. Ich gehöre einfach nicht mehr zur Zielgruppe. Wie das Schicksal es nun wollte hatten Jörg und ich das Vergnügen live bei The Dome aus Hannover dabei zu sein. Hätte ich geahnt, was ich dort erwartet, ich wäre besser ausgestattet gewesen!

In Gruppen wurden zahlreiche Teenager an den roten Teppich geführt. Während wir wie die Affen im Käfig hinter unserer Absperrung standen und gelangweilt auf die Ankunft der ersten Stars warteten, brachten sich die Teenies, überwiegend Mädchen, mit Sprechchören in Wallung.

Gib mir ein B – B – gib mir ein U – U – gib mir ein S – S .gib mir ein H – H – gib mir ein I – I – gib mir ein D – D – gib mir ein O – O – Zusammen: BUSHIDO grölten die Massen optisch wenig anmutender Mädels. Wahrscheinlich eines der wenigen Wörter, die sie komplett fehlerfrei buchstabieren können. PISA sollte den Teenager von heute einfach nach angesagten Sängern und Liedtexten befragen – da würden die deutschen Schüler dann wirklich punkten können. Wer will heute denn noch Schillers Glocke auswendig lernen, wenn es so aussagekräftige Texte wie „Heul doch“ von LaFee gibt?

Der Lärm war unerträglich – dachte ich! Wirklich unerträglich abartig wurde er bei der Ankunft der Stars. Die Horden kreischten in 400 Dezibel, schmetterten die Songs ihrer Idole und hielten hektisch ihre liebevoll gebastelten Plakate hoch. Leider konnte ich keines entdecken, auf dem stand „Bushido, ich will ein Kind von dir“ und BHs sind auch nicht geflogen. Das sind wohl Aktionen aus längst vergangenen Tagen.

An Hand des Gebrülls konnte man auch erkennen, wer wirklich angesagt ist und wer nicht. Richtig hipp und optisch auch sehr smart sind die Jungs von US5 , weniger angesagt die Jungs von Pilomat. US5 war mir ja auch ein Begriff, aber von Pilomat habe ich noch nie gehört. Allerdings hatte ich auch keinen Schimmer, dass die ausgemusterten DSDS Stars echte Fans haben und das es eine Band namens Debbie rockt! gibt. Jetzt bin ich allerdings auf dem aktuellen Stand der Dinge und ein Experte für Teenagermusik.

Sollte ich mir kürzlich noch Gedanken darüber gemacht, ob ich ein Kind möchte, kann ich jetzt mit aller Bestimmtheit sagen: NEIN – die Angst, dass es so wird, wie diese Mädels ist einfach zu groß. Eltern haben ja leider doch nicht immer den Einfluss auf ihre Brut, den sie gerne hätten.

Taub gebrüllt trollten wir uns nachts wieder Richtung Heimat – und freuen uns schon heute auf The Dome im August aus Hamburg. Tokio Hotel wird erwartet – Ausnahmezustand in Hamburg!







Sinn und Zweck von Schönheitsoperationen

Bisher habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht, ob ich mich für eine Verschönerungssanierungsmassnahme unter das Messer eines Chirurgen legen würde. Ich habe immer Chiara Schlauchbootlippe vor Augen und denke an den tragischen Tod von Lollo Ferrari - sie erstickte an ihrem Atomsilikonbusen.

Nun verschlug es mich kürzlich doch in eine Klinik für Schönheitschirurgie - und was soll ich sagen? Ich bin ins Grübeln gekommen! Was es alles gibt!! Für immer und ewig kann ich mir meine Brustbehaarung entfernen lassen! Mir persönlich ist zwar keine Frau mit übermäßiger Brustbehaarung bekannt, aber im Flyer stand: Haarentfernung Brust weiblich. Meine Schweißdrüsen unter dem Arm kann ich mit Botox lahm legen lassen. Endlich ein Leben ohne Schweißflecke und Gestank! Wie mir kürzlich mitgeteilt wurde, verfüge ich über eine außergewöhnliche Gesichtsmimik - ohne zu wissen, was ich sage, kann man an meinen Gesichtbewegungen ablesen, was ich sage. Damit man nun nicht mehr wie in einem offenen Buch in mir lesen kann, könnte ich mein ganzes Gesicht durch Botox in eine zauberhafte Maske verwandeln lassen. Wie heißt es doch immer? Frauen müssen geheimnisvoll sein.

OK, ich sehe ein, meine Speckärmchen und das Zweitkinn sind wirklich eine Überlegung wert! Andererseits glaube ich, mit ein wenig Training kann ich meine Oberarme auch in stramme und straffe Preisboxerarme verwandeln. Für das Zweitkinn überlege ich mir noch was – wahrscheinlich die Brigitte Diät oder, weil es so schön im Trend ist, die Weightwatcher. Und bleibe somit Natur pur und finde mich trotzdem ganz prima.

Ursprünglich hatte ich übrigens befürchtet, wir wären die jüngsten Gäste, würden aber am ältesten aussehen. Gott sei Dank was das nicht der Fall.






Um genügend Abstand vom Grübeln und den Reichen und Schönen zu bekommen, wechselten wir noch auf ein paar Drinks in die H&S Bar



Sonntag, Mai 20, 2007

Polierte Visagen

Deutschland leidet bekanntlich unter Verfettung - um dem vorzubeugen, sollte Mensch sich mit Sport und richtiger Ernährung beschäftigen. Da man gerne eine Vorbildfunktion erfüllt, entschlossen wir uns, auf der Welle "Gegen Fett in Deutschland" mitzuschwimmen und gingen am Samstag Abend zu Sport. Genauer - wir waren beim Boxkampf - als Zuschauer, versteht sich von selbst. Das mit dem Sport soll man ja langsam angehen. Die richtige Ernährung gab es auf der After Show Party in Form eines Buffet(t) mit Kartoffelgratin, Schweinbraten, Hähnchen in Sahnesosse und natürlich Bier, Sekt, Wein etc.

Als nicht wirklich Boxbewanderte war uns nicht klar, dass der Hauptkampf erst um 23.15 beginnt und wir auch erst nach 24 Uhr etwas zu essen bekommen würden. Also stärkten wir uns mit zwei Tüten Pommes und Bier. In der Galerie der Fressstände konnte man wunderbar das Publikum beobachten. Es fanden sich Victoria Beckhams für Hartz 4 Empfänger, Paris Hiltons für Arme, aus den Hosen platzende Kraftprotze mit kleinem Kopf. Es war eine sehr internationale Veranstaltung, gerade das Land meiner Vorfahren war stark vertreten: Polen! Gott sei Dank trug ich meinen Lippgloss in polnischem Strassennuttenrosa und auch meine osteuropäische Pfannkuchenvisage passte prima zu Rest der Gäste.

Das allerdings Sanna auf einmal von hinten in polnisch angesprochen wurde, irritierte doch ein wenig. Der Typ gab ihr dann den Tipp, sie solle Schauspielerin werden. Jepp klar ist richtig, im nächsten Leben vielleicht.




Mit viel Trara, aber weit entfernt von Henry Maske oder Klitschko Kämpfen ging es dann los. So aus der Entfernung sahen die Boxer doch eher mickrig aus - auf jeden Fall mal nicht besonders gross. Egal - die Fäuste flogen und wer zu dicht am Ring sass musste wohl damit rechnen, so dann und wann einen Schwall fliegenden Schweiss abzubekommen. Wirklich sehr lecker. Der Brähmer gewann den Kampf und die Expertenrunde in den Rängen buhte was das Zeug hält. Klar,die Punktrichter haben sich alle verzählt. ABer ich habe von Boxen genauso viel Ahnung wie von Quantenphysik und halte deswegen besser den Mund.




Nach 24 Uhr dann endlich ran ans Buffet(t), Wampe vollhauen, bissl was trinken - und dann total sportlich nach Hause.








Samstag, Mai 19, 2007

Feder der schlechten Gerüche

Die Verleihung der Feder von einem Verlag, den ich jetzt nicht nennen möchte, war bisher immer eine sehr nette und feine Veranstaltung. Im Jahre 2007 scheint aber alles ganz anders zu sein.

Es fing bereits bei der Verteilung des Bändchen an - blaue, grüne, gelbe, rote Bänder. Mit blau hatte der Journalist komplett die Arschkarte gezogen. Der durfte nur am roten, in diesem Fall blauen, Teppich stehen. Die Grünen durften wenigstens noch auf die After Show Party - aber nicht fotografieren. Die Gelben durften an den Teppich und die Preisträger fotografieren. Die Roten durften alles. Die Fotografen wurden auf einem viel zu kleinem Podest zusammengefercht, wie Hühner im Käfig. In Anbetracht der Tatsache, dass dieser Verlag von den bunten Bilder und Klatsch und Tratsch lebt wundert einen dies doch sehr.

Für die Journalisten wurde ein Alkoholverbot ausgesprochen. Ok - es macht sicher Sinn am Anfang der Veranstaltung nüchterne Journalisten zu haben, aber am Ende des Abends hätten auch diese sich gerne einen hinter die Binde kippen dürfen. Noch dazu, wo unsere sogenannte Prominenz mal wieder durch absolute Stimmungslosigkeit überzeugte bzw. zur After Show Party gar nicht mehr anwesend war. Kein Wunder nach einem 4 stündigen Essen - da hätte ich auch kein Bock mehr gehabt.

Wir waren allerdings schneller als das ausgesprochene Alkoholverbot und genehmigten uns zum Start ein Glas Champus.





Während der Verleihung mussten wir in einem Restaurant sitzen und konnte alles über den Bildschirm verfolgen. Bilder konnten, sofern man denn überhaupt eine Leitung bekam, versendet werden. Allerdings hätte man bei der Geschwindigkeit auch eine Brieftaube beauftragen können. Ein wirklicher Traum aber waren die Gerüche. Das Restaurant, welches an dem Abend nur für die Journalisten zugänglich war hat eine offene Küche und diese war für das Catering zuständig. Die Gerüche im Raum waren sehr vielseitig: Gebratener Fisch, Bratkartoffeln, irgendein Fleisch. Bei dem Fettgeruch stieg der Cholesterinspiegel auch ohne einen Happen zu essen und nach einer kurzen Weile roch man wie eine Friteuse mit ranzigem Fett. Ein wahrer Traum! Vor allem, wenn man noch vorhatte ein paar O-Töne bei den Damen und Herren Prominenz einzufangen. Ich würde sagen, da hat der Verlag echt nicht mitgedacht!














Andere Länder, andere Sitten

Am 29.4.07 mitten in der Nacht geplant, am 01.05.07 umgesetzt - Ferien auf Rügen. Naja, Kurzurlaub trifft es wohl besser. Rügen - eine Insel der Ruhe, des Friedens und - der Rentner!
Den Altersdurchschnitt haben wir im beschaulichen Örtchen Göhren drastisch durcheinander gebracht.

Eine der sinnvollsten Dinge durch die Wiedervereinigung ist der Ausbau der Autobahnen gewesen. Von Hamburg nach Rügen in nur 3 Stunden! Ein Traum! Bei der Überfahrt auf die Insel wurden wir von einer Horde Angler überrascht, die in einem hafenbeckenähnlichem Gewässer angelten. Ich bin nicht sicher, ob ich so einen Fisch wirklich essen möchte. Ich esse schliesslich auch keinen Fisch, der direkt im Hamburger Hafen an den Landungsbrücken gefischt wurde.



Als Raucher gehören wir in Deutschland mittlerweile zu einer Randgruppe. Am nächstes Jahr wird es noch härter, ein Plätzchen zu finden, an dem man seine Sucht frönen kann. Die Rügener scheinen ein echter Vorreiter zu sein - vielleicht ist die Insel auch eine Brutstätte von Gesundsheitsaposteln. Ein "Rauchen verboten" Schild an einer Gartentür angebracht halte ich auf jeden Fall für leicht übertrieben. Noch dazu, wenn auf dem Gelände Tische, Bänke und eine Musikanlage stehen.



Das Wetter war der Traum - und die Temperaturen der Ostsee waren als gesund zu bezeichnen. Angenehme 9 Grad. Da ich die 40 noch nicht überschritten habe, musste ich von einem Kneippkurbad leider Abstand nehmen. Kurz mit den Füssen getestet und als viel zu kalt befunden. Die Köter störte es allerdings wenig. Wobei mein alter Sack Dino auch nicht gerade in pure Begeisterung ausgebrochen ist, bei dem Gedanken, ins kühle Nass zu warten. Anders als Emma, die Herrchen immer schön Stöckchen ins Wasser werfen liess. Es war nicht ganz klar, wer da eigentlich wen beschäftigt.




Sizilien hat die Mafia und Rügen das Fischkombinat! Was auch immer das wohl sein mag!




Die Kultur darf natürlich nicht zu kurz kommen. Die berühmten Kreidefelsen mussten schon sein. Den Abstieg zum darunter liegenden Strand sparten wir uns allerdings. 420 Stufen waren es, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, und auf dem Schild stand extra "Beschwerlicher Ab- und Aufstieg" - wer will schon beschwerlich?







Also, wer sich mal richtig nett entspannen will, sollte sich mal Rügen gönnen.

Sonntag, April 29, 2007

Lloret de Mar Feeling in Hamburg

Seit gestern ist es völlig klar: Die Zeit der Bikinifotos ist eindeutig vorbei - die Gesetze der Schwerkraft halten Einzug!

Bine und ich nutzten das Traumwetter um mit Hunden und Strandmatten bewaffnet die Bikinisaison an unserem Geheimplatz an der Elbe zu eröffnen. Der interessierte Leser erinnert sich an die Fotos der gestrandeten weissen Wale vom letzten Jahr in Bines Blog - wird sind nicht mehr weit davon entfernt - nur an dem weiss arbeiten wir noch. Konnte man in jungen Jahren noch von Babyspeck sprechen, der sich irgendwie verwächst, muss man heute von Alters-Fress-Speck sprechen, der penetrant haften bleibt. Nach aussen wird selbstverständlich die Meinung vertreten "Ich will so bleiben wie ich bin" - aber ehrlich gesagt, ich habe mich gerade beim Powerpilates, Poweryoga, Problemzonentraining, Rückgymnastik, Hardcoreschwimmen gegen drohende Fettleibigkeit und Nordic Walking angemeldet. Und mein Arzt muss mich belogen haben, es kann einfach nicht sein, dass ich keinen erhöhten Cholesterinspiegel habe! Aber unabhängig von diesen kleinen Alltagssorgen war der Strandtag ein Quell der Ruhe und Erholung. Auch in diesem Jahr verursacht die Elbe keine üblen Hautausschlag, sie ist nur im Moment noch etwas kühl.








Am Abend haben mich die guten Vorsätze nur noch Molke fettfrei und 5 Liter Wasser pro Tag zu trinken wieder verlassen. Um 20 Uhr sind wir in unserer Lieblingsbar in Winterhude eingefallen, um alkoholhaltige Getränke zu uns zu nehmen. Christina und Sindy kamen allerdings schon schwer angeglüht zum Date. Die Damen haben bereits am Nachmittag angefangen. Aber kein Problem für Susi und mich - innerhalb kurzer Zeit hatten wir Gleichstand. Mit zunehmendem Pegel fielen auch die Hemmungen. Christina flötete mir irgendwann ins Ohr, sie könne mit einer Hand BH´s öffnen - ungläubig starrte ich sie an und sagte "Glaub ich nicht, dass können nur Männer und noch nicht mal mehr die können es alle". Hätte ich mal die Klappe gehalten, denn im Handumdrehen war mein BH geöffnet und ich schwer beeindruckt. Die Fotos, die Christinas Können beweisen würden, darf ich leider nicht einstellen - sie wurden zensiert! Im laufe des Abends gesellte sich noch Sindys neue männliche Errungenschaft zu uns mit Kumpel. Genauer - die Polizei - endlich mal nützliche Berufe. Wer braucht schon Journalisten im Klatsch und Tratschbereich?













Samstag, April 28, 2007

Schrecken des Tages

Heute morgen habe ich voller Freude mein Wohnungskündigungsschreiben zur Post gebracht. Die Zusage für die neue Wohnung kam heute morgen und ich dachte mir, anscheinend sehr naiv, heute kann mich gar nichts gruseln oder erschrecken! Selbst die 10 Kilometer lange Schlange am Postschalter konnte mein Hochgefühl nicht trüben.

Ich steckte mein Schreiben in den Umschlag, beschriftete alles brav und reihte mich ein. Vor mir standen zwei Damen, schätzungsweise Mitte 30-40 mit typisch deutscher Hausfraufrisur, Hosen, die nie aus der Mode kommen, weil sie nie modern waren, die Füsse steckten in Birkenstöckern. Das nahm ich so mit dem ersten Blick wahr. Da sich die Wartezeit etwas hinzog scannte ich die beiden irgendwann erneut ab und dachte, mich trifft der Schlag!

Auch Frauen haben Haare auf dem Rücken!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Wir reden hier jetzt nicht von feinem blondem Flaum, sondern von langen borstigen schwarzen Haaren!!! Haare auf dem Rücken finde ich ja schon bei Männer extrem eklig, aber bei Frauen wird es irgendwie richtig widerlich.

Aber da sieht man wieder, die Unterschiede zwischen Mann und Frau sind kleiner als allgemein angenommen.

Freitag, April 27, 2007

Sommer in Norddeutschland

Wir Norddeutschen sind bekanntlich nicht so sonnenverwöhnt wie der Süden der Republik. Folgedessen müssen wir jeden Sonnenstrahl der fällt nutzen, um gute Laune und frische Farbe zu tanken. Weicheiergehabe, wie häufig in Süddeutschland anzutreffen, können wir uns nicht leisten. Da es bei uns eh selten wirklich warm ist, fahren wir auch bei Sonne im Winter mit offenem Cabrio. Und überhaupt - in Norden Deutschlands gibt es mehr Cabrios als in Süddeutschland. Ja, wir sind schon ziemlich hart im nehmen!

Und so sehen wir aus, wenn das Thermometer mal um die 20 Grad zeigt - da gibt es sogar Ostsee anbaden im April! Ok - waren nur die Füsse, aber 12 Grad reizen auch nicht wirklich zu mehr.










Die Saison ist eröffnet

Für heute stand auf dem Programm "Gartenparty" in der Elbvilla! Gastgeber Hansenet!

Rein theoretisch müsste man davon ausgehen, dass diese Veranstaltung nichts werden kann. Als Hansenetkunde der ersten Stunden ärger ich mich seit dem Wechsel vom Ursprungstarif zu Alice deluxe täglich über das mehrfach ausfallende Telefon und die unintelligenten Gespräche mit dem Callcenter. Ich habe ja schon wirklich wenig Ahnung von Technik, aber die toppen sogar mich. Der Rat, ich solle doch einfach mal den Stecker ziehen, treibt mir regelmässig die Sturmhaube auf den Kopf.

Da die letzten Veranstaltungen essenstechnisch recht sparsam waren, beschlossen wir, im Vorfeld beim Spanier einzufallen, um uns später nur noch am Prosecco zu erfreuen. Wie immer lecker und der rote Cava bleibt unschlagbar.

Mit wenig Lust machten wir uns auf den Weg ans andere Ende der Stadt, um am Ort des Geschehens erstmal wieder zurück geschickt zu werden. Auf dem öffentlichen Parkplatz würden wir dann vom Shuttleservice eingesammelt und wieder zurück gefahren werden. Ah ja ok - wir sind dann ca. 4 Meter geshuttelt worden. Wie war das nochmal mit der Luftverschmutzung durch Autos?

Egal, der Blick in den Garten und auf die Elbe entschädigte uns für vieles! Wenn ich gross bin habe ich genau so eine Villa! Und was erspähen unsere Augen auf den zweiten Blick? Richtig - einen Grill mit leckeren fischigen und fleischigen Teilchen drauf, ein tolles Salatbuffet und Co. Man soll eben doch nicht immer auf seine Erfahrungen hören. Das Geld beim Spanier hätte ich besser in Schuhe investiert.

Der Promiauflauf war extrem mässig - Kunststück, in Berlin liefen zeitgleich zwei grosse Veranstaltungen mit allem was hier Rang und Namen hat - oder meint, Rang und Namen zu haben.

Entschädigt wurden wir durch Alice - deren echten Namen ich vergessen habe. Wie wahrscheinlich jeder andere auch. Kennt man die Dame doch von den Plakaten und da steht Alice drauf! Und wo Alice drauf steht, ist auch Alice drin. Hier zeigt sich mal wieder, was gute Fotografie doch so alles leisten kann. Life sieht die Dame um die Kinnpartie herum ein wenig aus wie Ken von Barbie. Schaufelformat eben.








Ende der Geschichte: Hansenet Gartenparties sind eindeutig besser als ihr Telefongedöns

Mittwoch, April 25, 2007

Spruch des Tages

Wer Schmetterlinge im Bauch haben will, der schiebe sich doch bitte Raupen in den Arsch!

Virtuelle Paranoia bei XINGLEDING

Meiner Meinung nach macht übermässiger Internetkonsum ballaballa im Kopf. Viele Konsumenten verlieren den Blick für Realitäten, verdrängen sie oder, noch schlimmer, basteln sich ständig neue Wahrheiten. Bei einigen könnte man fast denken, sie erfinden sich täglich neu.

Auch die Foristen meiner Lieblingsbusinesscommunity XINGLEDING sind davon befallen. Einige sind sogar so stark erkrankt, dass sie meinen Blog fürchten und nun zu allem Übel auch noch von innerer Unruhe befallen sind.

Also ich glaube ja, die schrecklichen Zwillinge von Ratiopharm habe da etwas im Angebot! Und wenn alles nicht hilft, einfach nicht jeden Tag sensationslüsternd auf meinen Blog gehen, Ihr Lieben.

Witzig ist übrigens zu sehen, wieviele den Suchbegriff "Moderation Freakonomics" bei google eingeben, um hier zu landen. Habt Ihr nichts anderes zu tun?

Dienstag, April 24, 2007

Millionär zwecks Wohnung gesucht

Es heisst, wer eine Wohnung finden möchte in Hamburg ohne Makler muss sein Anliegen möglichst breitgefächert streuen und auch in Kauf nehmen, als Spammer zu gelten.
Das habe ich getan - ich habe alle mir bekannten Menschen in Hamburg eine Sammelmail gesendet, ich habe über den Blog und über eine Business Plattform gesucht. Ergebnis: NICHTS!

Manch einer wirft mir vor, ein extrem ungeduldiges Wesen zu sein und vielleicht muss ich einfach noch ein wenig warten! Aber ich konnte es noch nie leiden, in einer Warteschleife zu sitzen!!!!!!!

Jetzt änder ich die Taktik - mal schauen, ob die zum Erfolg führt:

Ich suche einen Millionär! Der bevorzugte Herr sollte die 80 nicht unterschritten haben, Alterdiabetes ist wünschenswert, eine Herzklappeninsuffizienz Voraussetzung. Altersdemenz sollte bis zur Überschreibung einer Luxushütte noch nicht vorhanden sein, später darf sie gerne kommen.

Bitte nur ernstgemeinte Zuschriften!

Montag, April 09, 2007

Wohnung in Hamburg gesucht

Warum einen Blog nicht auch mal sinnvoll nutzen?

Ich suche zum 01.08.07 eine 2 1/2 - 3 Zimmer Wohnung in Hamburg - Winterhude, Uhlenhorst oder Südbarmbek (Komponistenviertel) ! Später ist natürlich auch möglich, früher wird wegen der Kündigungfrist eher schwierig.

- Balkon/Terrasse
- Holzfussboden (Parkett, Laminat, Holzdielen)
- am liebsten 1. oder 2. Stock, EG ist aber auch möglich, wenn die Wohnung hell ist.
- Kabel TV wäre schick
- Herd und Spüle sollten vorhanden sein, noch besser wäre eine Einbauküche
- Hundehalthaltung erlaubt
- max. 650,- inklusive Nebenkosten/Heizung

Am liebsten wäre mir ein Vermieter, der sich um sein Haus kümmert. Sprich, das Haus ist gepflegt und frei von Schimmel, Ratten, maroden Balkonen und extremer Hellhörigkeit.

Mein Hund (kein Kampfhund) ist 12 Jahre alt und absolut Wohnungserprobt! Regelmässiges Einkommen ist selbstverständlich vorhanden, ich gehöre eher zu den ruhigen Mietern.

Bitte keine Maklerangebote, es sei denn, die Courtage wird vom Vermieter gezahlt.

So und nun mal schauen, was passiert ;)

Freue mich über jeden Tipp.

Donnerstag, April 05, 2007

Einblicke in die Singlewelt

Wirkliche Berufssingles sind eher selten, die meisten sind doch mal mehr mal weniger stark auf der Suche nach einem passendem Gegenstück. Die Möglichkeiten der Suche sind vielfältig - laut einer Umfrage sind dabei die Internetcommunities sehr nützlich.

Folgende Mails erreichten mich in einer solchen Community und ich muss sagen - da wird es einem doch ganz warm ums Herz ;)

"hi süße
mösche ich dir sagen daß deine traum nur mit meinr traum past,wenn du breit bist zum schöne sachen prubiren dann sag mir einfach !!!!!!!!!!!"

Öhm - wenn ich breit bin??? Besoffen? Fett?

"Hi, bin S. 35 aus Mainz .
Würde dich gern kennen lernen und dir dabei helfen nicht dabei wo wie Nieten sind sondern wo unsere supper sind.
Denn so eine hübsche Frau kann nicht nur schwächen haben.
Wenn du mich kennen Lernen willst melde dich doch über Handy dann können wir SMS schreiben habe keine 1;99 Nr. xxxxxxx habe privat kein Internet.
lG S."

Und hier fällt mir nur ein: HÄ????

Ich bin intellektuell überfordert ;)

Montag, März 26, 2007

Immer wieder Sonntags

Den Rausch des letzten Abends haben wir ausführlich weggeschlafen - selbst Baby und Hund rührten sich nicht. Bzw. nahm Ruby Rücksicht auf ihre angeschlagene Mutter und Tante und amüsierte sich mit sich selbst.

Ruby ist jetzt 6 Monate alt und kann einen Zahn vorweisen. Also genau die richtige Zeit, um sie mal mit einem Brötchen und nicht nur Milchflaschen zu beglücken. Irgendwie fand sie es auch ziemlich cool - allerdings hat sie noch nicht vollständig begriffen, dass sie das durchsabberte Brötchen auch runterschlucken kann. Fröhlich wurde die matschige Angelegenheit im ganzen Maxiscosi verteilt - es war so eklig, dass wir die Reste noch nicht mal Dino geben wollten.



Sonne in Hamburg? Also ab an die Luft - dieses seltenen Sonnenstrahlen müssen schliesslich ausgenutzt werden. Dank der neu eingeführten Hundestasi in Hamburg fand Dino den Spaziergang an der Leine wahrscheinlich nicht so witzig - aber lieber so als ab ins Heim.





Die 40 rückt näher

So, nun bin ich 38! Hätte man mich letzten Donnerstag gefragt, wie alt ich sei - ich hätte schamlos geflötet "Mitte 30". Nun aber bekomme ich moralisches Problem mit dieser Lüge. Ich bin nicht mehr Mitte, sondern ganz klar Ende 30!

Heute Morgen fühlte es sich auch genauso an und, noch schlimmer, es sah auch genauso aus. Ich glaube, ich kann mich langsam darauf einstellen, im Wartezimmer meines Internisten doch gut aufgehoben zu sein. Bisher kam ich mir dort immer sehr überflüssig vor. Die Damenkränzchen im Wartezimmer, alle jenseits der 40, tauschen immer so tolle Zipperlein und Krankheiten aus - und ich? Saß bisher immer nur wegen Vorsorgeuntersuchungen darum. Noch nicht einmal mit einem erhöhten Cholesterinwert konnte ich angeben. Aber ich gelobe Besserung - und in 2 Jahren trumpfe ich auf mit viel zu hohen Blutfettwerten, Rückenproblemen, Krampfadern und einem nervösen Magen! Versprochen!


Was allerdings immer noch ganz hervorragend funktioniert, ist das Feiern. In kleiner, aber feiner Runde wurden Tapas, Rotwein, Weißwein, Avernas vernichtet. Je später der Abend - desto hemmungsloser die Fotos. Naja, und die Gesichtszüge entgleisten irgendwie auch ein wenig schamlos. Einzig Ruby zeigte sehr offen, wie langweilig sie uns fand - sie schlief einfach ein.























Dienstag, März 20, 2007

Die Ehe - die Rente ist sicher - für die Ehefrau

Jetzt geht es den Ehefrauen bzw. den Exehefrauen an den Kragen! Das Unterhaltsrecht wird neu diskutiert! Und ich sage "Gut so und längst überfällig".

Manchmal habe ich das Gefühl, unsere Politiker leben noch im Jahre 1805! Ansonsten ist mir schleierhaft, wie die alten Säcke von der CSU noch mit Argumenten kommen wie "Die Ehe ist eine lebenslange Institution" - ist ja schön wenn, aber realistisch betrachtet werden 200.000 Ehen pro Jahr geschieden und in vielen Fällen reichen die Frauen die Scheidung ein. Eines meiner weiteren Lieblingsargumente ist "Kinder brauchen die Mutter und müssen versorgt und betreut werden" - realistisch betrachtet braucht ein Kind beide Elterteile, die es versorgen und betreuen. Allerdings heisst das nicht, dass sie 24 Stunden von ihren Eltern betreut werden müssen. Schule, Kita, Tagesmutter, Oma etc. betreuen Kinder ebenfalls in Abwesenheit der Eltern.

Bisher konnten sich die lieben Exehefrauen mit Kind darauf verlassen, im Falle einer Scheidung finanziell versorgt zu sein. Ich rede jetzt nicht vom Kindsunterhalt, der ist selbstverständlich, sondern vom Betreuungsunterhalt! Je nach Einkommen des Mannes ist das nicht gerade wenig. Die guten Bruthennen wurde vom Gesetzgeber darin bestärkt, sich nur um die Aufzucht der Kleinen zu kümmern, aber bloss nicht um die Eigenverantwortung oder gar Eigenversorgung. Nein nein, einer geschiedenen Mutter ist es ja frühstens zu zumuten arbeiten zu gehen, wenn das Kind in der zweiten Klasse ist. Und selbst dann muss sie nicht - und viele machen es auch nicht. Warum auch? Der Ex ackert ja für die Kohle und sie bekommt sie ohne was zu tun. Er krebst oft am Existenzminimum während sie die Zeit, in der die Kids in der Kita oder Schule sind, zum Kaffee trinken mit Freundinnen nutzt. Und selbst wenn Madame ihren Arsch in Bewegung setzt um wenigstens ein klein wenig zu verdienen, heisst es "Ist überobligatorisch, sie muss ja nicht".

Und jetzt soll mir mal jemand ganz einleuchtend erklären, warum eine geschiedene Mutter nicht arbeiten kann darf und soll? Warum kann sie die Zeit, in der die Kinder in der Schule oder Kita sind, nicht dafür nutzen, um wieder selbst für ihren Unterhalt zu sorgen? Wo sind wir denn hier? In einer Versicherung?

Ihr lieben geschiedenen Mütter, nutzt endlich wieder das Gehirn, welches euch gegeben wurde! Ihr wolltet doch alle die Emanzipation, wolltet gut ausgebildet sein, wolltet die Berufe ergreifen können, die ihr möchtet. Ihr wolltet all das, was Männer schon Jahre vor Euch durften! Also verdient euer Geld wieder selbst und betrachtet euren Mann nicht als die Garantie für lebenslange finanzielle Absicherung!

Um die Zweitfrauen, die auch noch mal ein Kind bekommen haben, kümmert sich hier auch keiner. Die müssen arbeiten gehen, damit Madame Nr1 finanziell versorgt ist! Um deren Kinder, die fremdbetreut werden müssen, kümmert sich niemand. Sind diese Kinder und Mütter weniger wert? Scheint so!

Mit Frau Zypis bringt es eine Politikerin endlich mal auf den Punkt! Der Unterhalt für die Kinder muss gestärkt werden, der Mann muss entlastet werden, die Exfrauen müssen wieder selbst tätig werden! Das ist 2007!

CEBIT - hier werden Männer glücklich

So nun kenne auch ich die CEBIT! Viele Jahre konnte ich den Besuch abwehren, aber in diesem war ich fällig. Ok, es gibt Dinge, die muss Frau vor 40 erledigt haben - wobei die CEBIT nicht auf meiner To Do Liste stand!

Auf dieser Messe gibt es nichts, was die Klischee-Frau, zu denen ich selbstverständlich gehöre, begeistern könnte. Speicherkarten, Kabel, Steckdosen, Rechner, Handys, die Kaffee kochen können, Geldzählmaschinen und und und! Bitte, wer gerät denn da ins Schwärmen?????!!! Das ist ja so was von langweilig!



Und falsches Schuhwerk hatte ich auch noch an! Machte ich mich im Auto noch über Jörgs ausgelatschte Turnschuhe lustig, wusste ich bereits am späten Nachmittag, er hat was richtig gemacht und ich falsch! Trotz grosser Schleimaktion meinerseits war er allerdings nicht bereit mit mir die Schuhe zu tauschen. Der Egoist!



Am Abend waren wir zu einer Manfred Schmidt Party geladen. Der eigentliche Grund unseres Hannoveraufenthaltes. Kollegenmässig hatte es wieder mal etwas von einem Klassentreffen und damit war auch egal, dass der Promifaktor gleich Null war. Da Karen und ich niemanden fanden, den wir hätten mit unwichtigen Fragen belästigen können, machten wir uns über die verschiedenen Buffetts her - und das Essen war wirklich gut! Klarer Favorit: Spaghettini mit frischem Basilikum und Scampi!



Gut gesättigt und um zwei Damen im Auto reicher traten wir zu humaner Stunde die Rückfahrt an. Der arme Jörg musste sich die nächsten 1 1/2 Stunden mit drei schnatternden Klatschtanten um die Ohren schlagen. Wahrscheinlich deswegen auch ein Tempo von 170 - damit es schnell vorbei ist. Kann ich irgendwie auch verstehen.

Das grosse Fressen

Wenn es in meiner global gestörten Familie zu Familienzusammenkünften kommt, bin ich in der Regel schon Wochen im Voraus total verspannt und muss mich mental darauf vorbereiten. Dieses mal allerdings war ich so was von entspannt - dank eines reizenden Menschen kam ich am letzten Montag in den Genuss einer Wellnessbehandlung. Hätte ich geahnt, wie entspannend das ist, ich hätte mir viel Kopfstress erspart. Zu meiner Nikotinsucht hat sich nun auch noch die Wellness-Sucht gesellt.

Am Mittwoch also Zusammenkunft im Hamburger Vier Jahreszeiten. Dieses Hotel verfügt über extrem gediegenen Charme. Also ehrlich gesagt, es wirkt wie ein Luxusaltersheim - nur das Essen und die Zimmer sind besser. Vorteil solcher Hotels sind, man kann sich nicht überfressen. Vor- Zwischen- und Hauptspeise sind gleichgross und zusammen entspricht es einem Teller Hausmannskost. Aber hübsch anzusehen ist es, man bekommt fast ein schlechtes Gewissen, diese Kunstwerke in den Mund zu stopfen. Nur die Speisekarten haben einen leichten Nachteil - an weiss eigentlich nicht, was man bestellt. Mir z.B. war schleierhaft, was wohl eine "Schneckenfilet" ist. Also ich meine, ne Schnecke an sich ist ja schon nicht sonderlich gross, aber das Filet davon, wie auch immer man das erkennt, muss extrem winzig sein! Da ich ohnehin in dem Ruf stehe, immer zu viel zu fragen, hier dann natürlich auch. Eine "Schneckenfilet" ist nicht von der Schnecke, sondern das Filet von einem Milchferkel. Lecker wars!

Man soll ja nichts schlechtes über meine Eltern sagen, aber der Anzug samt Krawatte meines Vater gehen absolut gar nicht! Dagegen wirkt selbst ein Pfingstochse farblos! Dieser Anzug wäre für mich oberflächliches Stück ein glatter Trennungsgrund - wegen unüberbrückbarer Differenzen!


Samstag, März 10, 2007

Go adlig

Die Abende, an denen man keine Lust hat wegzugehen, werden bekanntlich die längsten oder auch kürzesten Nächte. Ausnahmsweise fand mal eine Party in meinem Viertel hat!!!! Ja - mein Stadtteil ist gross im Kommen!!

In der H1 Club Lounge gab es gestern ne Party mit eigentlich nichts was Rang und Namen hat, Gästeliste und Shuttleservice. Schade, das ich gegenüber wohne, ich hätte mich auch gerne shuttlen lassen. Egal, dafür gab es das goldene Bändchen und die Garantie für Drinks for free.

Meine Planung sagte, ich bleibe maximal eine Stunde und dann gehe ich wieder nach Hause. Denkste Puppe! Durch "maximal" machte mir "Maximilian" einen Strich durch die Rechnung. Der junge Mann ist adlig durch und durch, sozusagen das blaublütigste, was man in Deutschland erhalten kann und äusserst trinkfest. Zusammen waren wir maßgeblich an der Vernichtung des Alkohols zu ständig und hatten mächtig viel Spass miteinander.



Um 4.30 schwankte ich nach Hause - und heute fühle ich mich schlecht! Ich sag ja, ich bin zu alt für solche Aktionen.

Innovation aus China

China ist und bleibt Markt der Zukunft.

Die sind ja so kreativ!

Der Meister bei der Arbeit

Lange geplant, lange keine Termin gefunden, aber manchmal brauchen die Dinge einfach ein wenig Zeit um wirklich perfekt zu werden.

Das ich Jörg sehr schätze und seine Bilder liebe, war eh klar, aber seit dem 24.2. küsse ich den Boden auf dem er wandelt. Hiermit und ganz öffentlich verspreche ich bei allem was mir heilig ist, ok ich muss erstmal drüber nachdenken was mir eigentlich heilig ist, ihn nie nie nie wieder anzuzicken!!! Ähm damit keine Missverständnisse entstehen - nur wenn es um ein Fotoshooting geht!!!

Fotograf und Opfer harmonierten perfekt, die Maske war klasse und Klamotten in Hülle und Fülle - und ich durfte bügeln. Glaubt kein Mensch so verknittert wie ich immer rumlaufen.

Die erste Veröffentlichung hatten wir bereits letzten Montag, heute oder morgen kommt die nächste in der BZ und nächsten Mittwoch sind wir mit einem Bild aus der Produktion in der Schönen Woche. Also bitte nächsten Mittwoch brav die Schöne Woche kaufen!!!





Völlig platt vom Shooting, bügeln kann ja soooo anstrengend sein, ab zu Bine zu einem Weiberspieleabend. Und das mir, die immer über Spieleabende lästert! Ich bekomme immer ne Sturmhaube auf dem Kopf, wenn ich Paare höre, die sagen "Wir gehen heute zu Britta und Klaus zu einem Spieleabend mit noch 3 weiteren Pärchen" - würg. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich für die meisten Spiele zu blöd bin und bei Kartenspielen nie über Märchenquartett rausgekommen bin. Bei Bine wurde allerdings Tabu gespielt - und das kann ich wirklich gut! Ja klar - da geht es ja auch nur um schön viel quatschen und einen grossen Wortschatz. Tückisch wird das Spiel nur, wenn man seine Karte nicht richtig lesen kann. So versuchte ich meinen Mitspielern Hinweise für das Sternzeichen Skorpion zu geben - obwohl auf der Karte "Spion" stand. Wer lesen kann ist klar im Vorteil ;)